Titel: Ueber die Fäulniß und das schnelle Verderben des Holzes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 81, Nr. CXI./Miszelle 9 (S. 487–488)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj081/mi081111_9

Ueber die Fäulniß und das schnelle Verderben des Holzes.

Unter den vielen, die frühzeitige Zerstörung unseres Bauholzes begünstigenden Ursachen gibt es eine, welche von der trokenen Fäulniß wesentlich zu unterscheiden ist, nämlich die Feuchtigkeit, womit sich zwei Krankheiten verbinden: |488| der Schwamm, ein Schmarozer, welcher das Holz, wenn es der Feuchtigkeit ausgesezt ist, seiner Fasern beraubt, und die eigentliche Fäulniß, welche sich durch den wechselnden Uebergang vom Troknen zum Feuchten und vom Feuchten zum Troknen erzeugt.

Die Mumienkästen beweisen, daß die Abwesenheit aller Feuchtigkeit zu ihrer Erhaltung durch Jahrtausende diente, und man sollte unsere Gewohnheit als verwerflich betrachten, das Holz mir Anstrichen oder mit Gyps zu bedeken, da diese Einhüllung nur dazu dienen kann, die Ursache des Uebels durch den Ausschluß der äußeren Luft, welche allein seine vollkommene Austroknung herbeiführen kann, einzusperren. Der dik aufgetragene Anstrich ist es, welcher an dem frühzeitigen Verderben des schönen Zimmerwerks der Halle der Blancs-Manteaux in Paris Schuld ist, und ohne allen Zweifel hätte sich ohne diesen das Holz noch sehr lange erhalten. (Echo du monde savant 1841, No. 649.)

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