Titel: Miszellen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1841, Band 82, Nr. XXXVIII. (S. 147–160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj082/ar082038

XXXVIII.  Miszellen.

Verzeichniß der vom 26. Junius bis 27. August 1841 in England ertheilten Patente.

Dem John Chater, Mechaniker in Nottingham, und Richard Gray, Spizenfabrikant ebendaselbst: auf Verbesserungen an der Maschinerie zur Spizenfabrication. Dd. 26. Jun. 1841.

Dem Willougby Methley und Thomas Methley in Frith Street, Soho: auf eine verbesserte Maschinerie zum Heben, Herablassen und Bewegen von Körpern oder Gewichten. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 26. Jun. 1841.

Dem Moses Poole im Lincoln's-Inn: auf Verbesserungen in der Erzeugung und Anwendung der Wärme. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 26. Jun. 1841.

Dem William Losh Esq., in Little Benton, Northumberland: auf Verbesserungen in der Fabrication von Eisenbahnenrädern. Dd. 26. Jun. 1841.

Dem Nathaniel Benjamin im Durham Street, Strand: auf einen Indicator, welcher die Anzahl der einen Omnibus besteigenden Personen registrier. Dd. 28. Jun. 1841.

Dem Christopher Nickels in York Road, Lambeth: auf Verbesserungen in der Fabrication von Matrazen, Kissen, Deken und Teppichen. Dd. 28. Jun. 1841.

Dem William Thomas Berger in Upper Homerton: auf Verbesserungen in der Fabrication von Stärke. Dd. 28. Jun. 1841.

Dem Thomas Machell im Soho Square: auf Verbesserungen im Heben und Fortleiten des Wassers. Dd. 28. Jun. 1841.

Dem George Henry Phipps, Ingenieur in Deptford: auf eine verbesserte Construction der Räder für Eisenbahnwagen. Dd. 2. Jul. 1841.

Dem Thomas Hager, Bräuer in Kensington: auf ein verbessertes Spielbrett. Dd. 7. Jul. 1841.

Dem George Onions, Ingenieur in High Street, Shoreditch: auf verbesserte Räder und Schienen für Eisenbahnen. Dd. 7. Jul. 1841.

Dem Robert Mallet, Ingenieur in Dublin: auf ein verbessertes Verfahren Guß- und Schmiedeisen, so wie Stahl und andere Metalle gegen das Rosten zu schüzen, welches besonders auch bei mit Eisen beschlagenen Schiffen anwendbar ist. Dd. 7. Jul. 1841.

Dem Thomas Fuller, Kutschenfabrikant in Bath: auf ein verbessertes Verfahren unter gewissen Umständen den Lauf der Wagen zu verzögern. Dd. 7. Julius 1841.

Dem Andrew M'Nab, Ingenieur in Paisley, North Britain: auf Verbesserungen in der Fabrication und Einrichtung der Apparate zum Messen von Wasser und anderen Flüssigkeiten. Dd. 7. Jul. 1841.

Dem Charles Wheatstone in Conduit Street: auf sein neues Verfahren elektrische Ströme zu erzeugen, zu reguliren und anzuwenden. Dd. 7. Jul. 1841.

Dem John Steward, Esq. in Wolverhampton: auf eine verbesserte Construction der Pianofortes. Dd. 7. Jul. 1841.

Dem Thomas Young in Queen Street, London: auf Verbesserungen an Lampen. Dd. 9. Jul. 1841.

Dem Charles Payne, Chemiker in South Lambeth: auf Verbesserungen im Conserviren vegetabilischer Substanzen mittelst erdiger und Metallsalze. Dd. 9. Jul. 1841.

Dem William Henry Phillips, Civilingenieur in Manchester Street, Manchester Square, und David Hichinbottom, ebendaselbst: auf eine verbesserte Construction der Schornsteine, Züge und Luftröhren und der damit verbundenen Oefen, so daß kein Rauch in die Zimmer entweichen kann; ferner im Heizen und Ventiliren der Gebäude. Dd. 13. Jul. 1841.

Dem Benjamin Beale, Ingenieur in East Greenwich, Kent: auf Verbesserungen an Maschinen (Kraftapparaten), welche durch Dampf, Wasser oder Gasarten getrieben werden. Dd. 13. Jul. 1841.

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Dem Moses Poole im Lincoln's Inn: auf Verbesserungen an Dampf- und andern Bädern. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 13. Jul. 1841.

Dem Miles Berry, Civilingenieur im Chancery Lane: auf Verbesserungen in der Construction der Schlösser, Klinken und ähnlicher Befestigungsmittel für Thüren und Thore. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 14. Jul. 1841.

Dem Thomas Peckston in Arundel Street, Strand, und Philipp Le Capelain ebendaselbst: auf Verbesserungen an den Apparaten zum Messen des Gases. Dd. 14. Jul. 1841.

Dem Andrew Smith, Ingenieur in Belper, Derby: auf Verbesserungen in der Construction der Dampfmaschinen, welche verbesserte Maschinen auch zum Heben von Wasser anwendbar sind. Dd. 21. Jul. 1841.

Dem John M'Bride in Glasgow: auf gewisse Verbesserungen an den Webestühlen für Baumwolle, Seide, Flachs und Wolle. Dd. 21. Jul. 1841.

Dem John White Welch in Austin Friars: auf einen verbesserten Flammofen zum Schmelzen von Kupfererzen etc. Dd. 21. Jul. 1841.

Dem Frederick Philippi, Kattundruker in Belfield Hall: auf eine verbesserte Methode Salmiak zu gewinnen und das Leuchtgas zu reinigen. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 21. Jul. 1841.

Dem William Ward Andrews in Wolverhampton: auf eine verbesserte Kaffeekanne. Dd. 21. Jul. 1841.

Dem William Newton, Civilingenieur im Chancery Lane: auf Verbesserungen an den Maschinen zur Fabrication von Steknadeln. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 28. Jul. 1841.

Dem Anthon Bernhard von Rathen, Ingenieur in Kingston-upon-Hull: auf Verbesserungen an Hochdruk- und andern Dampfkesseln, nebst einer neuen Methode sie mit Wasser zu speisen. Dd. 28. Jul. 1841.

Demselben: auf eine neue Methode Locomotiven auf Eisenbahnen und Landstraßen, ferner Boote auf Flüssen und Canälen mit Hülfe einer Kraft fortzutreiben, welche in Maschinerien und Apparaten gewonnen wird, die mit den fortzuschaffenden Wagen und Fahrzeugen nicht verbunden sind. Dd. 28. Jul. 1841.

Dem Joseph Ratcliffe in Birmingham: auf Verbesserungen in der Fabrication der Thürangeln. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 4. August 1841.

Dem Owen Williams, Ingenieur im Basing Lane, London: auf Verbesserungen im Forttreiben der Boote. Dd. 4. August 1841.

Dem John Lee, Chemiker in Newcastle-upon-Tyne: auf Verbesserungen in der Chlorfabrication. Dd. 4. August 1841.

Dem James Warren, Montague Terrace, Mile End Road: auf eine verbesserte Maschine zur Verfertigung von Schrauben. Dd. 4. Aug. 1841.

Dem Stopford Thomas Jones am Tavistock Place, Russel Square: auf Verbesserungen an der Maschinerie zum Forttreiben der Boote durch Dampf oder andere Kraft. Dd. 4. Aug. 1841.

Dem William Craig, Robert Jarvie und James Jarvie, sämmtliche in Glasgow: auf Verbesserungen an der Maschinerie zum Vorbereiten und Spinnen des Hanfes, Flachses, der Wolle und anderer Faserstoffe. Dd. 11. Aug. 1841.

Dem Samuel Brown, Ingenieur im Gravel Lane, Southwark: auf Verbesserungen in der Fabrication metallener Fässer oder Behälter und im Verzinnen oder Verzinken der Metalle zu diesem Zwek. Dd. 11. Aug. 1841.

Dem John Seaward und Samuel Seaward, Ingenieurs in den Canal-Eisenwerken, Poplar: auf gewisse Verbesserungen an Dampfmaschinen. Dd. 13. August 1841.

Dem William Hale und Edward Dell, beide in Woolwich: auf Verbesserungen an den Behältern und Magazinen für Schießpulver. Dd. 13. Aug. 1841.

Dem John Harvig am Strand und Felix Moreau in Holywell Street, Millbank: auf ein neues Verfahren den Kork zu verschiedenen Zweken zu schneiden und zu bearbeiten. Dd. 21. Aug. 1841.

Denselben: auf ein verbessertes Verfahren zum Aushauen, Formen, Graviren und Poliren der Steine, Metalle und anderer Substanzen. Dd. 21. August 1841.

Dem John Thomas Carr in Newcastle-upon-Tyne: auf Verbesserungen an Dampfmaschinen. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 21. Aug. 1841.

Dem George Hickes in Manchester: auf eine verbesserte Maschine zum Reinigen der Wolle und anderer Faserstoffe. Dd. 21. Aug. 1841.

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Dem Charles de Bergue, Kaufmann in Broad Street, London: auf Verbesserungen an den Wagenachsen und ihren Büchsen. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 21. Aug. 1841.

Dem Frederick de Moleyns in Cheltenham, Gloucester: auf ein verbessertes Verfahren Elektricität zu entwikeln und sie zur Beleuchtung und als Triebkraft zu benuzen. Dd. 21. Aug. 1841.

Dem William Walker Jenkins in Greet, Worcester: auf Verbesserungen an den Maschinen zur Verfertigung von Steknadeln und zum Einsteken derselben in Papier. Dd. 27. Aug. 1841.

Dem Edmund Morewood in Highgate, Middlesex: auf ein verbessertes Verfahren Eisen und andere Metalle gegen Oxydation oder Rost zu schüzen. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 27. Aug. 1841.

Dem Miles Berry, Civilingenieur im Chancery Lane, Middlesex: auf Verbesserungen an den Apparaten zur Gewinnung von Triebkraft mittelst bekannter Agentien. Von einem Ausländer mitgetheilt. Dd. 27. Aug. 1841.

Dem Samuel Hardman in Farnworth bei Bolton, Lancaster: auf Verbesserungen an der Maschinerie zum Vorspinnen der Baumwolle und anderer Faserstoffe. Dd. 27. Aug. 1841.

Dem Thomas Chambers und Francis Mark Franklin, Knopfhändlern im Lawrance Lane, London, und Charles Rowley, Knopffabrikant in Birmingham: auf Verbesserungen in der Fabrication von Knöpfen und anderen Befestigungsmitteln für Kleider. Dd. 27. Aug. 1841.

(Aus dem Repertory of Patent Inventions. August 1841, S. 125 und September S. 190.)

Geschichte und gegenwärtiger Zustand der mechanischen Flachsspinnerei in Frankreich.

Hr. J. Bresson legte der Société libre d'emulation de Rouen, welche erst vor Kurzem die beharrlichen industriellen Bemühungen des Hrn. Chesnée, des Gründers einer neuen mechanischen Flachsspinnerei in Quevilly-les-Rouen, mit der goldenen Medaille belohnte, eine sehr interessante Arbeit vor, welche folgende historische und statistische Details über diesen Gegenstand enthält.

Es sind nun 30 Jahre, daß Napoleon einen Preis von einer Million Fr. durch ein Decret vom 5. Dec. 1810 für denjenigen bestimmte, der ein Verfahren den Flachs auf Maschinen zu spinnen erfände.

Hr. v. Girard, gegenwärtig General-Bergwerksinspector in Polen, entsprach dieser Aufforderung und rief vom Jahre 1810 bis 1815 alle Flachsspinnmaschinen ins Leben. Im Jahre 1814 besaß er in Paris zwei kleine Flachsspinnereien in Thätigkeit. Wäre der große Kaiser nicht unterlegen, so hätte v. Girard den ausgesezten Preis sicher erhalten; allein die Regierung, welche im Jahre 1815 in Frankreich bestand, ging nicht von gleichen Principien aus und wies den Erfinder der Flachsspinnerei ab, so daß seine Erfindung für Frankreich verloren ging.

Um dieselbe Zeit wurden in Rouen von L. E. Pouchet, dem Vater des gelehrten Professors der Botanik daselbst, Flachsspinnversuche angestellt, und dieser geschikte Techniker, dessen Arbeiten, so wie die vieler anderen schäzenswerthen Mechaniker unbemerkt blieben, brachte eine Zeit lang auf Maschinen gesponnenen Flachs in den Handel.

Der Kaiser von Oesterreich hörte von den Arbeiten v. Girard's, beorderte eine Commission zur Besichtigung seiner Etablissements und ließ ihm ehrenvolle und vortheilhafte Anerbietungen machen, welche er annahm; er reiste ab und gründete in Hirtemberg bei Wien eine Maschinenflachsspinnerei, welche er selbst mehrere Jahre lang dirigirte. Im J. 1819 zählte dieselbe zwanzig Maschinen mit je 54 Spindeln, welche von Nr. 12 bis 30 (12,000 bis 30,000 Meter auf das 1/2 Kilogr.) spannen.

Im J. 1825 wurde v. Girard von dem polnischen Gouvernement berufen, welches ihm glänzende Anerbietungen machte und ihm sogleich die Stelle des General-Bergwerksinspectors anbot. In Verbindung mit der Warschauer Bank und mehreren Associés stellte er eine große Flachsspinnerei mit einem Capital von 2,500,000 fl. her, und heutzutage führt die kleine, um diese Spinnerei herum |150| entstandene Stadt den Namen Girardow, welchen die Polen aus Dankbarkeit gegen v. Girard derselben gaben; sie befindet sich gegenwärtig in blühendem Zustande.

Im J. 1815 wurde die Maschinen-Flachsspinnerei durch die HHrn. Lanthois und Cachard, früheren Associés v. Girard's in Paris, nach England verpflanzt; sie nahmen daselbst unter dem Namen des Hrn. Horaz Hall ein Erfindungspatent und traten diesem später alle ihre Rechte auf ihr Privilegium ab.

Bis zum J. 1826 jedoch konnte man in England nur grobe Nummern (3000 bis 9000 Meter auf das 1/2 Kilogr.) mittelst Maschinen spinnen, weil man troken spann und dem Flachs seine ganze Länge ließ, was niemals einen sehr feinen und sehr glatten Faden geben kann.

Die Engländer hatten also bis dahin nur einen Theil des v. Girard'schen Verfahrens angenommen, nämlich den der Vorbereitung, welche im Streken des Flachses zwischen cannelirten Walzen besteht, die weiter auseinander stehen, als die Fäden lang sind, wobei man ihn in beweglichen Kämmen, worin er gleitet, zurükhält; der wichtigste Theil aber – welcher im Spinnen des Flachses mit warmem oder kaltem Wasser besteht, was, indem hiebei die harzige Substanz aufgelöst wird, das Gleiten der Elementarfasern des Flachses erleichtert, so daß die abgebende und die strekende Walze einander viel näher gerükt werden können, war ihnen nicht bekannt.

Und doch hatte sich schon im J. 1810 Hr. v. Girard ein Patent ertheilen lassen, den Flachs unter Befeuchtung mit kaltem oder warmem Wasser, oder gar mit einer alkalischen Lauge zu spinnen, und sagte in der Beschreibung seines Verfahrens ausdrüklich, daß die Elementarfasern des Flachses, welche, je nach seiner Qualität, eigentlich nicht mehr als 4 bis 10 Centimeter lang sind, durch dieses Eintauchen sich losmachen und übereinander gleiten, was die bedeutende Annäherung der Strekwalzen an die abliefernden gestatte, wodurch ein viel gleicherer und schönerer Faden erhalten werde.

Im J. 1824 kam Hr. Marshall nach Frankreich, um alles, was von den v. Girard'schen Arbeiten übrig geblieben war, kennen zu lernen, und legte dann in Leeds den Grund zur ersten gelungenen Flachsspinnerei; gegenwärtig wird der Name dieses großen Fabrikanten von ganz England, welches anerkennt, daß es ihm diesen Industriezweig, an dessen Spize er sich gestellt hatte, verdankt, mit Verehrung ausgesprochen.

Im J. 1826 nahm Hr. Kay, ein englischer Mechaniker von Leeds, ein Patent für die Flachsspinnerei mit warmem Wasser. Alle englischen Journale rühmten damals diese Erfindung mit hochtrabenden Ausdrüken; aber der Zufall wollte es, daß Hr. v. Girard gerade zur selben Zeit in einer Mission für das polnische Gouvernement in England war. Als er vernahm, was von den Leistungen Kay's gesagt wurde, machte er die seinigen durch die Journale von Manchester bekannt, wo er sich gerade aufhielt, und leicht war es ihm, Jedermann zu beweisen, daß er nicht nur der Erfinder des Spinnens mit warmem Wasser, sondern auch, daß sein ganzes Verfahren in dem im J. 1815 von Hall genommenen Patente enthalten sey. Auf diesen Angriff erwiederte Kay nichts und sein Patent war factisch annullirt.

Hiemit ist, wie wir glauben, wohl nachgewiesen, daß die ganze Flachsspinnerei die Erfindung v. Girard's ist; den Engländern bleibt das Verdienst der Verbesserungen und einer gelungenen Ausführung; auch haben sie zuerst das Werg vor dem Spinnen kardirt; v. Girard kardirte es nicht, sondern kämmte es.

Im J. 1834 befanden sich in Frankreich nur einige kleine mechanische Flachsspinnereien, welche wenig und nur geringes Product erzeugten, während England seit dem J. 1833 jährlich für 1,800,000 Fr. Leinengarn ausführte; im J. 1837 stieg diese Exportation auf 11,982,675 Fr. und im J. 1838 verkauften die Engländer den Franzosen um 23,000,000 Fr. auf Maschinen gesponnenes Leinengarn.

Die schnelle und beispiellose Ausdehnung dieses Industriezweiges und der ungeheure Nuzen der englischen Spinner wekten endlich die französischen Industriellen aus ihrem Schlafe; viele derselben brachten nun unglaubliche Opfer, um sich englische Maschinen zu verschaffen, deren Exportation bei den härtesten Strafen verboten war, und nur mittelst eines äußerst großen Aufwandes gelang es im J. 1835 den HHrn. Feray von Essone und Scrive von Lille, englische Maschinen zu erhalten, wegen deren sie schon seit dem J. 1833 in Unterhandlung waren. Man mußte diese Maschinen in einzelnen Stüken von verschiedenen Häfen aus |151| versenden, um die Wachsamkeit der englischen Mauthbeamten zu täuschen; eine einzige Ertappung auf diesem Schleichhandel wurde mit 80 Proc. von dem Werthe der Maschinen geahndet.

Etwas später ließ Hr. Bayson, Teppichfabrikant in Abbeville, einige Wergspinnmaschinen aus England kommen, wobei die verschiedenen Spesen 130 Proc. des Ankaufspreises ausmachten.

Auf diese Weise kauften ausgezeichnete Fabrikanten mit schwerem Gelde ein verlorenes Kind Frankreichs wieder, um es dem Vaterlande zurükzugeben, welches dessen Verlust nur allzugerecht betrauerte.

Von nun an wurden die Flachsspinnereien in Frankreich heimisch; man zählt deren gegenwärtig fünfunddreißig in Gang und im Bau begriffen.

Die vorzüglichsten sind:

1) Die des Hrn. Scrive in Lille, 5000 Spindeln; er construirte seine Maschinen selbst nach englischen Modellen;

2) die des Hrn. Feray in Essone bei Corbeil, 3600 Spindeln mit allem Zugehör aus England; daselbst sollen die englischen Nummern 30 bis 70 am besten gesponnen werden;

3) die des Hrn. Liénard in Pont-Remy (Somme), 6500 Spindeln; alle seine Maschinen wurden in Paris bei Hrn. Decoster construirt30);

4) die des Hrn. Maberly in Amiens, 3000 Spindeln, aus England;

5) die der Compagnie in Boulogne-sur-Mer, 3000 Spindeln, aus England;

6) die der anonymen Gesellschaft in Alençon, 3000 Spindeln, gebaut von Hrn. Decoster in Paris;

7) die des Hrn. Giberton in Blanc (Indre), 3600 Spindeln, in Paris bei Hrn. Decoster gebaute Maschinen;

8) die des Hrn. Andreas Köchlin in Mülhausen, 1200 Spindeln, Maschinen bei ihm selbst erbaut.

Endlich befinden sich jezt im Departement der unteren Seine drei Flachsspinnereien, die des Hrn. Bourboing in Angerville bei Fécamp, von welcher wir die Anzahl der Spindeln nicht kennen, und deren Maschinen alle aus England bezogen wurden; die des Hrn. A. Dutuit in Barentin, mit 4 bis 500 Spindeln, von Decoster in Paris, und die des Hrn. Chesnée in Petit-Quevilly, mit 1400 Spindeln, ebenfalls daher.

Auch besizt Frankreich mehrere Mechaniker, welche sich der Construction von Flachsspinnmaschinen widmen. Den ersten Rang behauptet das Haus Decoster und Comp. in Paris, welches in Frankreich schon zwanzig Flachsspinnereien eingerichtet hat, die zusammen 27,480 Spindeln, wohlverstanden mit allem Zugehör, begreifen. Diese Anstalt ist bedeutend; sie ist im Stande, jeden Tag eine Maschine mit 120 Spindeln und allem Zugehör zu liefern. Hierauf folgt das Haus Nicolas Schlumberger 31) in Guebviller bei Mülhausen (Dept. des Oberrheins); dieses Haus sandte im J. 1839 zur Ausstellung in Paris eine Hechel-, Vorspinn- und Spinnmaschine für Flachs von ungemein schöner Arbeit. Sodann das Haus Andreas Köchlin in Mülhausen; dem Verf. ist übrigens noch kein Product dieser Fabrik zu Gesicht gekommen, welche durch ihre Verfertigung von Baumwollspinnmaschinen so vortheilhaft bekannt ist. Hierauf folgt: |152| das Haus Debergue und Spreafico in Paris; es stellte im J. 1839 eine Spindelbank zum Flachsspinnen aus.

Es folgen dann die HHrn. Granger und Quillou in Rouen, Danguy in Barentin, David in Lille. Sie haben aber bisher nur einige Spinnmaschinen gemacht.

Unter den französischen Maschinenfabrikanten darf Hr. Miroude in Rouen nicht zu nennen vergessen werden, welcher sehr gute Flachskarden verfertigt. Dieser geschikte Techniker ist bekanntlich in Gemeinschaft mit seinem Mitarbeiter Hrn. Anger, Erfinder einer bewunderungswürdigen Maschine zur mechanischen Verfertigung der Flachskarden, wofür er im J. 1840 eine goldene Medaille erhielt. Die Producte derselben lassen nicht nur nichts zu wünschen übrig, sondern übertreffen alles, was noch von England kam, und dieß nach dem Zeugniß der besten oben genannten Fabrikanten. Gegenwärtig fabricirt er noch nicht genug, und hat nur zwei Maschinen im Gange; er wird deren aber bald mehr besizen, und wir zweifeln nicht, daß er mit der Zeit die Karden noch nach England verkauft; nach Belgien verkauft er deren jezt schon. (Echo du monde savant 1841, No. 654.)

Ueber die Calorifères genannten Oefen.

Hr. Goutt sucht in einer der französischen Akademie der Wissenschaften übergebenen Abhandlung die außerordentliche Schädlichkeit der seit einiger Zeit sich sehr verbreitenden und in öffentlichen Wohlthätigkeitsanstalten eingeführten, Calorifères genannten Heizapparaten darzuthun. Bei diesen Apparaten wird die durch glühendes Eisen erhizte Luft mittelst leitender Canäle in den zu heizenden Räumen verbreitet. „Die atmosphärische Luft“, sagt Hr. Goutt, „befindet sich, indem sie zwischen engen und mit rothglühenden Röhren umgebenen Metalloberflächen circulirt, im Zustande der Zersezung durch Oxydation oder Entbindungen und durch neue Verbindungen der danach begierigen, frei werdenden Elemente. Hieraus müssen nothwendig entstehen 1) theilweise Verluste an Sauerstoff der Luft und des Wassers, 2) Erzeugung von Kohlenwasserstoffgas, Kohlensäure, Stikstoffoxyd, sehr schädlicher Producte, welche durch die bei der Ausdehnung und Zerfressung der Ofenröhren entstehenden Sprünge oder Oeffnungen noch vermehrt werden können.

Rechnet man zu diesen Gründen der Verderbniß der in die Zimmer eingeführten Luft noch jene, welche sie in einen wahrhaft austroknenden Wind verwandeln 1) durch die Erhöhung ihrer sehr unbeständigen Temperatur, 2) durch ihre Verdünnung, indem die gebildeten elastischen Strömungen sich schwer mit der dichteren und schlecht leitenden, umgebenden Luft mengen, 3) durch die gewaltsam übertriebene Erneuerung derselben im Zimmer, um Plaz zu machen, 4) endlich durch ihre augenblikliche Bewegung, welche durch die Verschiedenheit der Dichtigkeiten, die so rasch repulsiven Variationen der Wärme u.s.w. hervorgerufen und modificirt wird; lauter sehr heftig wirkende und wie zu Stürmen vereinigte Ursachen;

bedenkt man endlich, daß der Mensch, wenn er in 24 Stunden in ungefähr 20,800 Zügen 18,750 Liter dieses verdorbenen Fluidums einathmet, welches in seiner Wohnung wie Winde der Wüste haust, durch die Absorption der bloßen Respirationswege, d.h. auf Kosten seiner Lunge einen nach Gay-Lussac's Angaben 1 1/2 Liter gleichkommenden Verlust an Feuchtigkeit erleidet, so wird es nachgewiesen seyn, daß auch der Robusteste einer solchen Lebensweise vorzeitig unterliegen muß.“

Nach Hrn. Goutt wäre demnach die erhöhte Sterblichkeit der Affen im Jardin des Plantes, jene in Seidenwürmer-Anstalten (Magnanerien) u.s.w. Folge dieser Heizung. Jedenfalls scheint sie, wenn auch nicht ausschließlich Schuld zu seyn, doch einen bedeutenden Theil derselben zu tragen.

Die Sache verdient genau untersucht und diese Art Heizung bis zur Entscheidung der Frage abgestellt zu werden. Es ist unrecht, ähnliche neue Erfindungen, so wie auch solche, welche die Nahrung betreffen, wie mit der Gallerte, dem Brod u.s.w. ohne nähere Prüfung sogleich in Armenanstalten einzuführen, welcher Handlungsweise unter dem Dekmantel der Philanthropie gewöhnlich Gewinnsucht zum Grunde liegt. (Echo du monde savant 1841, No. 665.)

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Ueber Gewinnung des Indigo's aus dem Polygonum tinctorium.

Nachdem Hr. Ludwig Ornoch der französischen Akademie der Wissenschaften die Anzeige gemacht hatte, daß man den Indigo aus dem Polygonum tinctorium mittelst der Bierhefe extrahiren könne, trugen die HHrn. Gaultier de Claubry und F. Choron auf die Eröffnung eines von ihnen am 21. Okt. 1840 deponirten versiegelten Pakets an, worin sie diese Methode als ein Verfahren bezeichneten, welches einen reineren Indigo liefert, als alle bisher bekannten Methoden. Die dieser Behandlungsweise im Zustande gehöriger Entwikelung unterworfenen, mittelst des Messers zerschnittenen Blätter läßt man bei gewöhnlicher Temperatur in ihrem sechsfachen Gewicht Wasser maceriren, welchem man 1/20 bis 1/10 Bierhefe zusezt, die in der Flüssigkeit sorgfältig zertheilt wird. Nach höchstens 24stündiger Maceration wird die Flüssigkeit decantirt und auf ein Filter gebracht, von welchem sie röthlichgelb abläuft. Der Rükstand wird mit kleinen Quantitäten Wasser ausgewaschen, wobei man die Masse jedesmal ausdrükt. An der Luft sezt die Flüssigkeit auf ihrer Oberfläche nach und nach ein Indigohäutchen von sehr schöner Farbe ab, welches immer zunimmt. Will man den Absaz sogleich haben, so sezt man der Flüssigkeit Schwefelsäure oder ein Alkali zu. Der ausgewaschene und an der Luft getroknete Niederschlag bildet eine intensivblaue Masse. Unter dem Mikroskop untersucht, erscheint diese Substanz reiner als durch andere Verfahrungsweisen gewonnene Indigosorten. (Echo du monde savant 1841, No. 661.)

Hr. P. Farel, Vicepràsident der Société d'Agriculture de l'Hérault, welcher das Polygonum tinctorium im Großen anbaute, um der Société d'Encouragement 10 Kilogr. aus dieser Pflanze gezogenen Indigo's einsenden zu können, und dem diese Gesellschaft eine Medaille von 500 Fr. Werth zuerkannte, faßt das Ergebniß seiner Beobachtungen, wie folgt, zusammen. „Die Cultur dieser Pflanze ist sehr leicht, wenn nur Mittel zur Befeuchtung zu Gebote stehen. Das Product soll im Mittel 200 Kilogr. für die Are (= 2 Quadratruthen) betragen. Die Rükstände der Blätter und Stengel geben einen zu beachtenden Dünger. Die richtig behandelten Blätter sollen 3/4 Proc. an Product geben. Mit bessern Verfahrungsweisen und größerer Erfahrung wird man wahrscheinlich 1 Proc. erhalten. Die Behandlung behufs der Ausziehung des Indigo's ist schwer; es treten oft Zufälle ein, welche das Gelingen entweder vermindern oder ganz unterdrüken; die Ursachen davon kennt man noch wenig. Das Schlagen (Rühren) ist unerläßlich; es gehört viele Erfahrung dazu, um die Zeit, damit aufzuhören, recht zu wissen. Das Troknen des Bodensazes geht sehr langsam vor sich und hat viele Schwierigkeiten. Die zum Einsammeln der Blätter günstigste Zeit ist noch nicht genau ermittelt. Es scheint, daß die Blätter noch jung gepflükt werden sollen. Auch die Erfahrungen des Hrn. Joly sprechen dafür. Die Vortheile dieses Industriezweiges müssen noch weiter untersucht werden.“ (Ebendaselbst, Nr. 667.)

Ueber arsenikhaltige Salzsäure.

Hr. Alphonse Dupasquier, Professor der Chemie an der Ecole de Médecine in Lyon, stellte Untersuchungen an über das Vorhandenseyn von Arsenik in mehreren im Handel vorkommenden Salzsäuren und in Folge davon in der zum Gebrauche für Apotheken und chemische Laboratorien gereinigten Säure. Aus den der Akademie der Wissenschaften in Paris vorgelegten Untersuchungen geht hervor:

1) daß die in diesen Säuren enthaltene Quantität Arsenik sehr bedeutend ist; 1 Kilogr. durch Destillation gereinigter Salzsäure gab so viel Schwefelarsenik, als 0,722 Grammen arseniger Säure entspricht;

2) der in diesen Säuren enthaltene Arsenik rührt von der Anwendung arsenikhaltiger Schwefelsäure zu ihrer Bereitung her;

3) der Arsenik befindet sich nicht als arsenige Säure, sondern als Arsenikchlorid in der Salzsäure, wodurch seine Verflüchtigung und seine Gegenwart in derselben Säure nach ihrer Reinigung durch Destillation, sich leicht erklärt;

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4) die arsenige Säure wird demnach durch ihr Zusammenkommen mit der Salzsäure in Arsenikchlorid und Wasser umgewandelt, wodurch sich die auflösende Kraft dieser Wasserstoffsäure auf die im reinen Wasser so schwerlösliche arsenige Säure erklärt;

5) die Anwendung arsenikhaltiger Salzsäure kann bei chemischen Untersuchungen und beim technischen Gebrauche üble Folgen nach sich ziehen;

6) diese arsenikhaltige Säure kann auch bei ihrer medicinischen Anwendung und bei der Darstellung pharmaceutischer Präparate sehr gefährlich werden;

7) vorzüglich gefährlich ist ihre Anwendung bei medicinischgerichtlichen Untersuchungen, wenn man sie gebraucht, um die Reaction des Schwefelwasserstoffgases auf eine des Arsenikgehalts verdächtige Flüssigkeit zu befördern, indem hier ein Arsenikniederschlag erhalten werden kann, wenn auch keine Spur dieses Giftes vorhanden ist;

8) man muß daher, ehe man eine Salzsäure zu technischen Arbeiten, in chemischen und pharmaceutischen Laboratorien, vorzüglich aber bei medicinischgerichtlichen Untersuchungen anwendet, sich nothwendigerweise überzeugen, daß sie keinen Arsenik enthalte.

Eine von Hrn. D. angegebene Methode die Salzsäure von Arsenik zu reinigen, unterliegt gegenwärtig der Prüfung einer Commission der Akademie. (Echo du monde savant 1841, No. 666.)

Chinesisches Steinmehl.

Die thierische und pflanzliche Ernährung beschäftigt gegenwärtig die wissenschaftliche Forschung so sehr, daß auch das fossile Mehl der Chinesen besonderes Interesse in Anspruch nehmen muß. Hr. Payen, welcher von Hrn. Stanislaus Julien und Hrn. Dumas Proben dieser Substanz erhielt, untersuchte dieselbe und theilt darüber Folgendes mit. – Die chinesische sogenannte Speiseerde ist weiß, von dünnen gelblichen Adern durchzogen, fühlt sich zart an, hängt der Zunge stark an und entwikelt einen leicht aromatischen Geruch. Wenn man sie pulvert und mit warmem Wasser anrührt, so geht ihre Farbe ins Orangegelbe über und ihr Geruch wird viel stärker. Alkohol entzieht ihr einen gelben Farbstoff und nimmt einen Riechstoff auf, welcher nach der Verdunstung ohne Wärme an die Pfeffermünze erinnert. Aether zieht Spuren einer fetten Substanz aus. – Mit 2 Theilen Wassers von 60° C. und ihrem halben Volumen Ammoniak behandelt, gibt sie ein schön gelbes Filtrat, welches, zur Trokne abgedampft, einen organischen Rükstand hinterläßt, der durch Fäulniß und Wärme Producte mit den animalischen Merkmalen entwikelt. Beim Troknen verlor die Erde 6 Proc. und beim Glühen noch weiter 13 Proc. ihres Gewichts, und wurde rosenfarben. Bei 100° C. nicht, wohl aber beim Glühen in verschlossenen Röhren entwikelt sie ammoniakalische Dämpfe unter leichter Verkohlung. Die Gewichtsmenge des erhaltenen Stikstoffs verhält sich darin = 22: 10000. Der anorganische Theil zeichnet sich dadurch aus, daß er sich sehr leicht zu einem zarten und gleichartigen Pulver zerreiben läßt. Die Resultate der Analyse lassen der Berechnung nach folgende Verbindungen annehmen, welche diese Erde zusammensezen:

Kieselsaure Thonerde 50,3
– Bittererde 35,1
– Kalkerde 1,2
Eisenoxyd 0,2
Wasser und organische Substanzen 13,2
–––––
100

Das Steinmehl enthält demnach wirklich mehrere organische Substanzen, obwohl nach Hrn. Peltier mit dem Mikroskop keine organischen Reste darin wahrgenommen werden können. Es geht aus Obigem hervor, daß eine ernährende Kraft desselben wenigstens als möglich angenommen werden kann. Seinem Stikstoffgehalt nach würde das Steinmehl aber nur 1/100 seines Gewichts Getreidekleber gleichstehen. Vielleicht verdankt es seine nüzliche Wirkung in gewissen Fällen der Zwischenlagerung der anorganischen Theile, durch welche die nährenden Substanzen |155| in größerer Oberfläche den Verdauungsmembranen dargeboten werden, jedenfalls ist die Wirkung dieser Erde als Düngmittel auf sandigem und kalkigem Boden weniger zweifelhaft, denn hier kann die ganze organische Materie durch fortgesezte Ammoniakbildung nuzbar werden. Der Werth dieser Erde als Düngmittel entspräche dem Zwanzigstel ihres Gewichts frischen, noch feuchten landwirthschaftlichen Düngers. Für sich allein könnte diese Erde keineswegs zum Feldbau gebraucht werden, wie auch Berichte aus China sagen, indem sie zum Pflügen viel zu compact ist. (Comptes rendus 1841, 2me semestr., No. 9.)

Die Speisefabrik in Leith.

Zu den größten Merkwürdigkeiten der Hafenstadt Leith unweit Edinburg gehört das großartige Etablissement der HHrn. John, Gillon und Comp. zur Aufbewahrung frischen Fleisches und anderer Nahrungsmittel, welches 1838 dort begründet wurde. Die Aufgabe, animalische und vegetabilische Lebensmittel so zu erhalten, daß sie noch in Jahren ganz unverändert sind und frisch nach allen Welttheilen kommen, wird hier nicht etwa durch die bekannten Processe des Einmachens, Einpökelns, Räucherns etc. gelöst, sondern nach der Methode von Appert dadurch, daß die betreffenden Substanzen vor aller Berührung der atmosphärischen Luft nach dem Zeitpunkte des Verpakens vollkommen gesichert sind.

Die Anstalt befindet sich in einem ausgedehnten Gebäude, dessen untere Flur die Vorrathskammern für die Victualien enthält und für jeden Stoff einen besonderen Raum zur Reinigung, die z.B. bei den Rindsklauen 40 Hände beschäftigt. Das erste Stokwerk ist eine fortlaufende Reihe riesenmäßiger Küchen, die in Folge geschikt angebrachter Ventilatoren stets reine Luft haben. Man findet hier 9 Kessel, jeder von 400 Quart Gehalt, inwendig mit einer Art Durchschlag versehen, in welchem das Fleisch liegt, so daß es nie anbrennen kann. Mehrere Kessel sind ausschließlich mit Rindsklauen gefüllt, die eine treffliche Gallerte liefern, welche die Grundlage mehrerer Suppen bildet. Die Fleischbrühe, zu deren Gewinnung auch viele Rindsknöchelchen und geringe Fleischsorten verwandt werden, wird nach sorgfältiger Abschöpfung des aufschwimmenden öhligen Schaumes, der besonders verkauft und stark begehrt wird, in eigenen Gefäßen abgekühlt. Die Zahl der verschiedenen, besonders zur Ausfuhr nach Ostindien bereiteten Suppen beträgt 20, unter denen die berühmte Schildkröten- und die Ochsenschwanzsuppe; alle werden so concentrirt bereitet, daß sie beim Gebrauch mit einer gleich großen Menge Wassers verdünnt werden müssen.

In zwei mit den Küchen verbundenen Seitengebäuden ist eine große Zahl von Frauen täglich mit Zurüstung der verschiedenen Gerichte beschäftigt, deren Gesammtliste 90 Nummern zählt. Ungeheuer ist der Verbrauch von gelben und weißen Rüben, die in Ostindien nicht wachsen. Besondere Erwähnung verdient das Schöps- und Rindfleisch, das von allen Knochen und Knöchelchen befreit in Portionen von 2 bis 6 Pfd. an zahllosen Bratspießen eigenthümlicher Art vor hohen Gluthfeuern geröstet wird; ferner die unter dem Namen beef-tea bekannte, zu fester Substanz eingekochte Brühe, ungemein stärkend und nahrhaft und daher besonders für Reconvalescenten geeignet etc.

Im Hofe sind 10 Werkstätten für 30 Klempner und 10 Lehrburschen, welche die Blechbüchsen fertigen. Von diesen werden nur diejenigen, die zur Versendung frischer Häringe dienen, muldenförmig, alle übrigen aber rund gearbeitet, und zwar von der Größe einer Tabaksdose bis zu der eines Hutes. Sind die Büchsen gefüllt, so werden sie durch aufgelöthete Dekel hermetisch verschlossen, zum Schuze gegen Feuchtigkeit lakirt und mit Etiquetten versehen, dann gleich Weinflaschen in Gewölben aufgespeichert und zur Ausfuhr in Fässer gepakt. Die Güte der Waare und die Mäßigkeit der Preise haben einen ungeheuren Absaz zur Folge gehabt, denn es werden täglich 800 bis 1000 Büchsen gefüllt, ohne daß jemals ein namhafter Vorrath vorhanden ist.

(Pfennig-Magazin.)

Literatur.

|156|

a) Deutsche.

Grundriß der mechanischen Technologie. Als Leitfaden für den technologischen Unterricht an polytechnischen Instituten und Gewerbeschulen. Von Karl Karmarsch, erstem Director der höhern Gewerbeschule zu Hannover. In zwei Bänden. 8. – Hannover, im Verlage der Helwing'schen Hof-Buchhandlung, 1837–1841.


Während die bisher erschienenen Lehrbücher der Technologie hauptsächlich für den Unterricht an Universitäten berechnet sind und deren Verfasser also von dem Gesichtspunkt ausgehen mußten, dem Schüler oder Leser eine historische und allgemeine Kenntniß der Gewerbe und Fabricationen beizubringen, hat sich Hr. Karmarsch der Bearbeitung einer Technologie für eigentlich technische Lehranstalten unterzogen, wobei es also nicht bloß daraus ankam, die wichtigsten Gewerbszweige klar und übersichtlich aufzufassen, sondern sie vollständig und selbst in scheinbar geringe Einzelnheiten eingehend abzuhandeln, die richtigen Gründe der technischen Operationen und Arbeitsmethoden aufzuhellen und die Einrichtung und den Gebrauch der Werkzeuge und Maschinen zu beschreiben. In einem unter diesem Gesichtspunkt bearbeiteten Handbuch der Technologie mußte auch nothwendig gar vieles abgehandelt werden, was in den gewöhnlichen Lehrbüchern gänzlich fehlt, und es gehörte ein mit dem praktischen Betrieb der Gewerbe und Fabricationen so vertrauter Gelehrter, wie der Hr. Verfasser, dazu, um diese schwierige Aufgabe durchzuführen. Obschon das Buch nicht mit Zeichnungen ausgestattet ist, sind doch die Beschreibungen der erwähnten Werkzeuge und Maschinen so deutlich als möglich gegeben und zu weiterer Nachweisung wurden überall die Schriften angeführt, in welchen man gute Abbildungen derselben findet. Sehr schäzbar als eine bedeutende Erleichterung beim Studium der ausländischen Werke ist das Register der französischen und englischen Kunstausdrüke und technischen Benennungen, welche bekanntlich selbst in unsern besten Wörterbüchern dieser beiden Sprachen gar nicht oder schlecht erklärt sind.

Folgendes ist eine Uebersicht des Inhalts:

Einleitung. I. Abschnitt. Verarbeitung der Metalle.

1. Cap. Eigenschaften und Gewinnung von: Eisen (Roheisen, Schmiedeisen, Stahl), Kupfer, Zink, Zinn, Blei, Gelbkupfer (Messing, Tombak, Bronze, Argentan), Silber, Gold, Platin.

2. Cap. Darstellung roher Formen aus Metall.

A. Gießerei. a. Eisengießerei (Sandguß, Masseguß, Lehmguß, Schalenguß); b. Messinggießerei; c. Bronzegießerei; d. Bleigießerei; e. Zinngießerei; f. Gießen des Silbers und Goldes.

B. Schmieden und Walzen. a. der Eisen- und b. der Stahlstäbe; c. Blechfabrication; d. Schmieden und Walzen weniger einfacher Formen.

C. Drahtfabrication und Ziehen der Röhren, Stäbe und Streifen.

3. Cap. Fernere Ausarbeitung der Metallfabricate. A. Mittel zum Anfassen und Festhalten (Schraubstok, Feil- und Stielkloben, Zangen). B. Mittel zum Abmessen, Eintheilen und Linienziehen: Linienreißer, Streichmaaß, Maaßstäbe, Cirkel, Lehren, Winkelmaaße, Theilmaschinen, Schraffirmaschinen. C. Mittel zur Zertheilung und Formung: Meißel, Grabstichel, Scheren, Sägen, Durchschlag, Durchschnitt, Schneidcirkel, Bohrer und Bohrmaschinen, Reibahlen, Versenker, Feilen, Schleifstein, Hobel, Hobelmaschinen, Feilmaschinen, Zangen, Dreh, dank und Drehstuhl, Guillochirmaschine, Mittel zur Verfertigung der Schrauben, Hammer und Amboß, Punzen, Stanzen und Stempel, Walzen.

4. Cap. Von den Zusammenfügungen oder Verbindungen der Metallarbeiten: Falzen, Nieten, Löthen, Schweißen, Zusammenschrauben, Zusammenkeilen.

5. Cap. Operationen zur Verschönerung, Verzierung und äußeren Vollendung der Metallarbeiten: Gelbbrennen, Sieden des Silbers, Sieden und Färben des Goldes, Schaben, Schleifen, Poliren, Graviren, |157| Guillochiren, Aezen, Verzinnen, Verzinken, Verkupfern und Ueberziehen mit Messing, Vergolden, Versilbern, Verplattiren, Emailliren, Einlassen mit Farben, Bronziren, Brüniren des Eisens, Schwärzen der Eisenwaren, Firnissen und Lakiren.

6. Cap. Besondere Beschreibung einzelner Metallfabricate: Nägel, Ketten, Feilen und Raspeln, Sägen, Beile, Aexte, Messer, Scheren, chirurgische Instrumente, blanke Waffen, Sensen, Nähnadeln, Striknadeln, Haarnadeln, Steknadeln, Fischangeln, Cantillen und Flittern, Kupferschmied-, Klempnerarbeiten, plattirte Waaren, ächte Bronzewaaren, unächte Bronzewaaren, Gold- und Silberarbeiten, feine Stahlarbeiten, Münzen, Kleiderknöpfe, Schlösser, Feuergewehre, verzahnte Räder, Uhren.

II. Abschnitt. Verarbeitung des Holzes.

1. Cap. Eigenschaften des Holzes (europäische, außereuropäische Holzarten).

2. Cap. Vorbereitung des Holzes zur Verarbeitung: Schneiden mit der Handsäge, Schneiden auf Sägemühlen (Brettsägemühlen, Sägemaschinen zu andern diken Schnitthölzern, Furnierschneidmaschinen).

3. Cap. Ausarbeitung des Holzes. A. Mittel zum Festhalten der Arbeitstüke: Hobelbank, Fügeböke, Schnizbank, Schraubstok, Pressen, Leimzwingen, Schraubknecht. B. Mittel zum Abmessen, Eintheilen und Linienziehen: Maaßstab, Streichmaaß, Cirkel, Lehren, Winkelmaaße, Richtscheit, Senkblei, Sezwaage. C. Mittel zur Zertheilung und Formung: Axt, Beil, Texel, Sägen, Messer, Grabstichel, Stemm- und Stechzeug, Hobel, Hobelmaschinen, Zieheisen, Raspeln, Punzen, Ahlen, Locheisen, Bohrer, Bohrmaschinen, Drehbank, Vorrichtungen zum Schraubenschneiden (Biegen des Holzes, Pressen des Holzes, Holzgießerei).

4. Cap. Zusammenfügung der Holzarbeiten: Leimen, Nageln, Zusammenschrauben, Verkeilen, Verbindung durch Reifen und Bänder, Verbindung durch eigenthümliche Formung der Bestandtheile.

5. Cap. Arbeiten zur Vollendung und Verschönerung der Holzarten: Abziehen, Schleifen, Beizen, Poliren, Oehltränken, Anstreichen, Firnissen und Lakiren, Vergolden und Versilbern.

6. Cap. Verfertigung der wichtigsten Holzarbeiten im Besondern: Zimmerwerks-, Tischler-, Wagner-, Böttcher-, Drechsler-, Bildhauer-Arbeiten, Holzschnitte, Korbmacherarbeiten.

III. Abschnitt. Spinnerei und Weberei.

1. Cap. Spinnerei: Handspindel, Spinnräder (Handrad, Trittrad), Spinnmaschinen, Zwirnen, Haspeln, Spulen, Wikeln.

2. Cap. Weberei. A. Vorarbeiten zum Weben: Vorbereitung der Kette (Spulen, Kettenscheren, Aufbäumen, Schlichten, Kettenschermaschine, Schlichtmaschine). B. Das Weben selbst und insbesondere glatter Stoffe: a. Stuhl zu leinwandartigen Geweben (Hülfsgeräthe des Webers und deren Anwendung, Verfertigung der Schäfte und Rietblätter); b. Stuhl zu gazeartigen Geweben. C. Stuhleinrichtungen zu geköpperten Zeugen. D. Die gemusterten Stoffe und die Stühle zum Weben. a. Gemusterte Stoffe, bei welchen das Muster durch Kette und Eintrag des Zeuges selbst gebildet wird. α. Fußarbeit, β. gezogene Arbeit (Kegelstuhl, Zangelstuhl, Trommelstuhl, Leinwand-Maschine, Jacquart-Maschine, Wellenstuhl). b. Broschirte und gestikte Stoffe; c. Stoffe mit aufgeschweiften Mustern; d. durchbrochene Stoffe; e. doppeltgewebte; f. Modification der Gewebe, welche durch Farben-Verschiedenheiten entstehen. E. Sammtartige Zeuge und ihr Weben. a. Manchester; b. eigenthümlicher Sammt. F. Die mechanischen Webestühle oder Webemaschinen.

3. Cap. Fabrication der baumwollenen Zeuge. a. Baumwolle; b. Baumwollspinnerei (Reinigen und Auflokern der Baumwolle, Krazen, Streken, Verspinnen, Feinspinnen, Haspeln, Sortiren und Verpaken der Garne, allgemeine Bemerkungen, gezwirntes Baumwollgarn); c. Baumwollweberei (Arten der baumwollenen Zeuge, das Weben, Sengen, Scheren, Bleichen, Färben, Druken, eigentliche Appretur).

4. Cap. Verarbeitung des Leinens (Flachs und Hanf). a. Das Material und dessen Zubereitung, Flachs (Rotten, Brechen, Hecheln), Eigenschaften des Flachses, Hanfes; b. das Spinnen des Flachses (Hand- und Maschinenspinnerei, |158| Haspeln und Sortiren des Leinengarnes, leinener Zwirn); c. Leinenweberei (Arten der Leinenzeuge, das Weben, Appretur der Leinenstoffe).

5. Cap. Fabrication der wollenen Zeuge. A. Beschaffenheit der Schafwolle. B. Vorbereitung der Wolle im Allgemeinen: a. Wollwäsche und Schafschur, Sortiren der Wolle. C. Verarbeitung der Streichwolle: a. Streichwoll-Spinnerei (Fabrikwäsche, Färben der Wolle, das Wolfen, Einfetten, Krazen, Vorspinnen, Feinspinnen, Haspeln des Garnes); b. Tuchweberei; c. Waschen und Walken); d. Rauhen und Scheren; e. die übrige Appretur (Decatiren, Bürsten, Pressen); f. tuchartige Wollenzeuge. D. Verarbeitung der Kammwolle: a. Kammwollspinnerei. α. Fabrication der eigentlichen Kammgarne (Kämmen, Vorarbeiten des Spinnens, das Spinnen, Haspeln und Sortiren der Kammgarne), β. Fabrication der Strik- und Strumpfwirkergarne; b. kammwollene Zeuge.

6. Cap. Fabrication der seidenen Zeuge: a. Gewinnung und Eigenschaften der Seide; b. Zubereitung der Seide (Tödtung der Cocons, Sortiren der Seide, Zwirnen, Filiren oder Mouliniren, Titrirung der Seide, Conditionirung, Entschälen oder Kochen, Färben, Florettseide); c. Seidenweberei (Arten der seidenen Zeuge).

7. Cap. Band- und Bordenweberei. a. Bandfabrication; b. Bordenweberei; c. Verfertigung der Gurten.

IV. Abschnitt. Fabrication des Papiers.

a. Papiermaterialien (Lumpen, Strike, Seile, Taue, Werg, Stroh, Heu, Leder); b. Verfertigung des weißen Papiers aus Lumpen nach älterer Art, Zerschneiden und Reinigung der Lumpen, Darstellung des Halbzeuges, Bereitung des Ganzzeuges, das Schöpsen, Pressen, Troknen, Leimen, Zurichten des Papiers, Sorten und Formate; c. Verfertigung des Papiers nach neuerer Art mittelst Maschinen; d. Fabrication oder Pape; e. Verfertigung von Papier aus farbigem Zeug.

V. Abschnitt. Verfertigung von Glas- und Thonwaaren.

1. Cap. Verfertigung und Verarbeitung des Glases. a. Fabrication der grünen und weißen Glasgattungen (Glasmaterialien und Glassäze, Glasschmelzen, Verarbeitung der Glasmasse); b. Darstellung gefärbter Gläser; c. Glasschleiferei; d. Glasblasen vor der Lampe; e. Spiegelfabrication; f. Glaserarbeiten.

2. Cap. Fabrication der Thonwaaren: Thon, Gattungen der Thonwaaren, Vorbereitung, Reinigung und Mischung des Thones, Bildung der Thonwaaren, das Brennen, das Glasiren, Verzieren der Thonwaaren.

Repertorium für organische Chemie, von Dr. C. Löwig, Professor der Chemie an der Universität zu Zürich. 1ster Jahrg. 1840. Zürich, Verlag von Friedrich Schultheß 1841.


Bei der großen Thätigkeit, mit welcher das Gebiet der organischen Chemie fortwährend bearbeitet wird, muß jedes Werk, welches den thatsächlichen Standpunkt derselben bezeichnen soll, nach einem kurzen Zeitraume unvollständig erscheinen. Der Hr. Verf. hat daher bei der Herausgabe seiner (in 2 Bänden in den Jahren 1838 und 1840 erschienenen) Chemie der organischen Verbindungen eine Methode gewählt, nach welcher die neuen Thatsachen – auch bei jedem Wechsel der theoretischen und hypothetischen Ansichten – leicht nachgetragen werden können, indem es damals schon seine Absicht war, jährlich einen Nachtrag unter dem Titel: „Repertorium für organische Chemie“ folgen zu lassen. Der vorliegende Bericht hält sich streng an die im Hauptwerke befolgte Ordnung, so daß bei jeder Verbindung mit Leichtigkeit die durch neue Untersuchungen nöthig gewordenen Veränderungen zu ersehen sind, und enthält alle Entdekungen, welche seit dem Erscheinen des Werkes bis zum Schluß von 1840 gemacht wurden, umfaßt daher einen Zeitraum von 5/4 Jahren.

|159|

b) Französische

  • Notice sur les améliorations à introduire dans la fabrication de sucre exotique; par Hotessier. In-8. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Prospectus historique de la réforme scientifique de la locomotion; par Hoené Wronski. In-4. Paris, Didot.
  • Manuel du menuisier. charpentier; par Mérault. In-8. Paris, rue du Figuier-Saint-Paul, 22.
  • Nouvel appareil de vaporisation. In-4. Paris, Didot aîné.
  • Traité pratique du linge à la vapeur; par M. le baron Bourgnon de Layre. In-18. Paris, Maison.
  • De la fabrication du sucre aux colonies; par MM. Ch. Derosne et Cail. In-4. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Systeme de voitures pour chemins de fer de toute courbure, par C. Arnoux. In-8. Paris, Carilian-Goeury.
  • Cours élémentaire de dessin linéaire perspectif; par Trelis. In-8. Paris, Carilian-Goeury.
  • Les Chevaux français en 1840; par. M. Person. In-8, Caen, Poisson.
  • Éléments de chimie minérale; par Ferd. Hoefer. In-8. Paris, Dezobry et Magdeleine, rue des Maçons-Sorbonne, 1.
  • Nouveau manuel à l'usage du commerce; par Ortlieb. In-8. Paris, Baudot et Moine,
  • Nouvelle méthode de calligraphie; par Chevalot. In-8. Saint-Quentin, Ribaud Leradde.
  • Traité de balistique appliquée a l'artillerie navale; par M. Roche. In-8. Paris, Corréard, rue de Tournon, 20.
  • Manuel géologique; par H. de Labèche ; traduit de l'anglais. 1 vol. in-8. Paris, Langlois et Leclercq, rue de la Harpe, 81.
  • Nouveau tarif métrique pour la réduction des bois en grume; par MM. Godard et Périnet. In-12. Paris, Carré, passage du Caire, 77.
  • De l'industrie manufacturière en France; par M. Michel Chevalier. In-18. Paris, Rénouard, rue de Tournon, 6.
  • Description des appareils de chauffage à employer pour élever la température dans les magnaneries salubres; par M. d'Arcet. Paris, Carilian-Goeury.
  • Cours de construction des ouvrages qui établissent la navigation des rivières et des canaux; par M. Minard. 1 vol. in-4. Paris, Carilian-Goeury.
  • Dessins et description des piliers en fonte du pont de Cubzac; par M. E. Martin. In-fol., pl., Paris, Schneider.
  • Cours de chimie à l'usage des élèves de l'école militaire de Saint-Cyr; par M. Colin. 1 vol. in-8. Paris, Gaultier-Laguionie, rue et Passage Dauphine, 36.
  • Description du puits artésien de Grenelle. In-12. Paris, Chassaignon.
  • L'éclaireur universel, ou résumé encyclopédique des sciences, des arts et de l'industrie; par Naboulet. In-fol. Bordeaux, Ramadie.
  • Education des vers à soie, en 1840, dans les environs de Metz; par T. Adam. Metz, Véronnais.
  • Almanach de la Société industrielle de Nantes pour l'année 1841. In-18. Nantes, Mellinet.
  • L'art de connaître les pendules et les montres; par M. Henri Robert. In-12. Paris, rue du Coq, 8.
  • Essai sur les eaux publiques; par Grimaud de Caux. In-8. Paris, Cousin, rue Jacob, 25.
  • Manuel complet du chocolatier, du limonadier, distillateur-liquoriste, confiseur etc.; par Barette. 1 vol. in-8. Paris, Mathias, quai Malaquais, 15.
  • Nouveau manuel complet du maçon plâtrier, du carreleur, du couvreur et du paveur; par M. Toussaint. In-18. Paris, Roret, rue Hautefeuille, 10 bis.
  • Moniteur des fabriques de Paris. In-18. Paris, rue du Temple, 10.
  • Essai sur les différentes méthodes de construire des murs de revètement; |160| par Merkès; traduit du hollandais par Gaubert. 1 vol. in-8. Paris, Corréard, rue de Tournon, 20.
  • Recueil de mémoires d'agriculture et d'économie rurale; par M. de Gasparin. Tom. III. in-8. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Traité élémentaire d'astronomie physique; par M. Biot. 1 vol. in-8. Bachelier, quai des Augustins, 55.
  • Des explosions des chaudières à vapeur; par M. E. Dumesnil. In-8. Paris, Carilian-Goeury.
  • Manuel des fabriques. In 18. Tours, Mame.
  • Petit alphabet des arts et métiers. In-18. Paris, Gauthier, quai du Marché-Neuf, 34.
  • Théorie et construction de la charrue; par Lefèvre des Allays. In-8. Le Mans, Monnoyer.
  • Traité élémentaire d'arpentage; par Luçon. In-12. Agen, Bertrand.
  • Annales de la Société séricicole, année 1840. In-8. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Manuel des inventeurs et des brevetés; par A. Perpigna. In-8. Paris, rue Choiseul, 2 ter.
  • Manuel du bottier, par Mourey. In-12. Paris, rue de l'Université, 44.
  • Manuel du raffineur de sucre de canne et de betterave; par Blachette et Zoega. In-18. Paris, Roret.
  • Annuaire de la Société royale et centrale d'agriculture. In-12. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Explication sur la machine à vapeur rotative de Craig; par E. Staite ; traduit de l'anglais. In-8. Paris, Raymond Boquet, place de la Bourse, 13.
  • Mémoires sur les réserves de grains; par M. A. Thomas. In-8. Paris, Malteste.
  • Sur la multiplication des sangsues; par M. Huzard. In-8. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Cours élémentaire de physique; par Deguin. 1 vol. in-8. Paris, Belin-Mandar, rue Christine, 5.
  • Projet d'un système d'instruction agricole complet; par M. Descieux. In-8. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Calculs sur la force centrifuge développée par le passage des convois sur les courbes des chemins de fer. In-fol. Paris, Crapelet.
  • Expériences sur la ventilation des magnaneries; par E. Robinet. In-8. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Manuel du poids des fers méplat, carré et long; par Van Alphen. In-12. Paris, Carilian-Goeury.
  • Description pratique du procédé du daguerréotype; par Vincent Chevalier. In-8. Paris, quai de l'Horloge, 69.
  • Notice sur l'éducation des vers à soie; par MM. Millet et Robinet. In-8. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Des fumiers considérés comme engrais; par M. J. Girardin. In-8. Caen.
  • Introduction à la mécanique industrielle, physique ou expérimentale; par M. Poncelet. 1 vol. in-8.
  • Notice sur les moyens employés en Russie pour élever des abeilles; par M. Pokorsky Jourawko. In-8.
  • Amélioration des cidres; par MM. Dubreuil et Girardin. In-8. Rouen.
  • Bulletin des travaux de la Société industrielle et commerciale de Saint-Quentin, années 1838, 1839 et 1840. In-8.
  • Essai sur l'histoire de l'introduction du ver à soie en Europe; par M. le comte de Gasparin. In-8. Paris, Bouchard-Huzard.
  • Documents sur l'art d'élever les vers à soie; par M. de Lubac. In-8.
  • Chemins de fer américains. Histoire de leur construction; par M. G. Tell Poussin. In-4.
  • De l'application de la ventilation forcée aux magnaneries; par M. d'Arcet. In-8.
|151|

Man vergl. über Decoster's Maschinenfabrik polyt. Journal Bd. LXXVIII. S. 211.

A. d. R.

|151|

Hr. Prof. Hermann bestätigt dieses Urtheil in seiner Schrift: „Die Industrieausstellung in Paris im J. 1839 (Nürnberg 1840, bei Schrag)“, und bemerkt über diese Maschinen folgendes: In der Hechel- oder vielmehr Ausziehmaschine (étaleur) wird der Flachs auf zwei Riemen ohne Ende zwei Stahlwalzen zugebracht, deren untere cannelirt ist, von da geht er auf die bekannten beweglichen Hecheln, die ihn einem zweiten Walzenpaar zuführen, dessen obere mit Leder überzogen ist, von denen aus der Flachs durch einen Trichter und zwischen einem dritten Walzenpaare durchzieht. Auf der Vorspinnmaschine geht das Band erst durch zwei Paare glatter Walzen, von da über dieselben feineren Hecheln, zwischen einem Walzenpaare hindurch, deren obere mit Leder bekleidet ist, auf Spulen. Diese Spulen werden auf die Spinnmaschine gestekt und spinnen sich beiderseits ab, indem das Vorgespinnst erst durch Wasser, dann zwischen zwei cannelirten Walzenpaaren hindurch auf Spindeln geht.

A. d. R.

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