Titel: Anwendung des Naphthalins zur Bereitung von Maschinenschmiere.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 83, Nr. XLVI./Miszelle 3 (S. 246–247)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj083/mi083046_3
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Anwendung des Naphthalins zur Bereitung von Maschinenschmiere.

Thomas Holcombe ließ sich am 4. Mai 1841 in England ein Patent auf die Fabrication einer Maschinenschmiere ertheilen, deren wesentlicher Bestandtheil Naphthalin ist; dieser Stoff ist bekanntlich im Thär von der Erzeugung des Kohlengases enthalten und wird bei Rectification desselben in kleinen Krystallen gewonnen.

1 ste Vorschrift. Man kocht 5 Cntr rohes krystallisirtes Naphthalin 3 Stunden lang mit 2–3 Schässel (Bushels) Eichenlohe und 35 Pfd. Soda. Man kann auch Knochenkohle allein oder Catechu allein mit dem Naphthalin kochen. Das auf die eine oder andere Art behandelte Naphthalin seiht man durch ein feines Drahtsieb und läßt es erkalten. Nun schmilzt man 40 Pfd. Harz, 30 Pfd. Knochen- oder Pferdefett, 35 Pfd. russischen Talg und 2 Cntr. Palmöhl zusammen und zerreibt diese Mischung mit dem Naphthalin auf einer Mühle.

2 te Vorschrift. Man mischt 3 Cntr. (wie in 1. präparirten) Naphthalins mit 23 Pfd. Reißblei (Graphit) und 20 Pfd. Stokholmer Thär und reibt alles in einer Mühle wohl durcheinander. Diese Maschinenschmiere ist von geringerer Güte als die vorhergehende.

3 te Vorschrift. Man mischt 3 Cntr. (wie in 1. präparirten) Naphthalins mit 28 Pfd. Stokholmer Thär und 28 Pfd. Knochen- oder anderem Fett. Diese Schmiere ist wieder geringer als die nach der 2ten Vorschrift bereitete. (London Journal of arts, Decbr. 1841, S. 343.)

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