Titel: Verfahren das zu Dünger bestimmte Kochsalz in den Haushaltungen unanwendbar zu machen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 83, Nr. LXII./Miszelle 6 (S. 342–343)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj083/mi083062_6

Verfahren das zu Dünger bestimmte Kochsalz in den Haushaltungen unanwendbar zu machen.

Um in Ländern, wo das Kochsalz besteuert ist, dasselbe für die Landwirthe als Dungmitteel unbesteuert abgeben zu können, hat man verschiedene Zusäze vorgeschlagen, wodurch seine Verwendung in den Haushaltungen verhindert werden soll; offenbar müssen diese Zusäze wohlfeil und weder der Vegetation noch den Thieren schädlich seyn. Diese Bedingungen erfüllt ein von Apotheker Mahier (im Journal de Chimie médicale, Sept. l841) angegebener Zusaz vollkommen; da aber durch denselben auch der Geschmak des Salzes verändert wird, so kann es in der Landwirthschaft nicht zugleich als Viehfutter benuzt werden. Er vermengt:

Kochsalz 90 Pfd.
Eisenvitriol 2
Gemahlene Eichenlohe 5
Aloe 2
Kreide 1

Reibt man diese Substanzen genau mit dem Salz zusammen (was auf den Salinen mittelst Pferdegöpeln geschehen könnte), so erhält man ein vortreffliches Dungsalz, dessen betrügerische Verwendung zu häuslichen Zweken nicht zu fürchten ist.

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Indem die Gallussäure der Lohe auf den Eisenvitriol wirkt, entsteht schwefelsaures Natron; die Kreide sättigt die frei gewordene Salzsäure und macht dadurch die schwarze Färbung bleibend. Wasser, Fleischbrühe etc., worin man solches Salz auflöst, färbt sich schnell schwarz und erhält überdieß einen höchst unangenehmen bittern Geschmak.

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