Titel: Schwarzes Glas aus Kieselerde und Kohle.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 83, Nr. LXXVII./Miszelle 3 (S. 420–421)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj083/mi083077_3

Schwarzes Glas aus Kieselerde und Kohle.

Hr. H. Prater erhielt eine geschmolzene Mischung von Kieselerde und Kohlenstoff. Es ist zum Gelingen einer solchen bloß nothwendig, daß die Kieselerde ihrer Masse nach fünf- bis sechsmal so viel als die Kohle beträgt, und daß die Pulver, genau gemengt, zwei oder drei Stunden unter Sand oder Kreide beinahe bis zum Weißglühen erhizt werden. Die von ihm angewandte Kieselerde |421| war aus kieselsaurem Kali bereitet und enthielt, wie dieß beinahe immer der Fall ist, eine sehr geringe Menge Kali, was die Schmelzung befördert haben mag; daß aber der Kohlenstoff selbst vö;llig geschmolzen war, ist ausgemacht. Die Masse bildete ein vollkommen schwarzes Glas, welches in Stüke zerbrochen, keine Spur eines schwarzen Pulvers in seinen Zwischenräumen zeigte. Das Resultat wird leicht erreicht, wenn nur die Kieselerde in dem erwähnten Ueberschuß genommen wird. Flußsäure oder erhiztes Aezkali lösen die Kieselerde aus dem Glase auf, und die Kohle fällt dann unverändert als Pulver nieder. Mit gestoßenem Graphit war das Resultat dasselbe. (Philos. Mag. Jan. 1842.)

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