Titel: Vermehrung des Rahms in einer gegebenen Menge Milch.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 83, Nr. LXXVII./Miszelle 6 (S. 422)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj083/mi083077_6

Vermehrung des Rahms in einer gegebenen Menge Milch.

Wenn man Versuche anstellen würde, ob es nicht vortheilhaft wäre, anstatt der zinnernen oder anderer Gefäße, in welchen man die Milch aufbewahrt, Gefäße von Zink zu nehmen, würden diese Versuche wahrscheinlich sehr befriedigend ausfallen. Die in Zinkgefäßen aufbewahrte Milch gerinnt um 4 bis 5 Stunden später, als in anderen Gefäßen, wodurch sich aller Rahm abscheiden kann. Es wurden bei einem Versuche drei Gefäße von Zink, deren jedes 10 Liter Milch enthielt, mit drei anderen Gefäßen von Zinn verglichen, welche eben so viel Milch enthielten. Diese sechs Gefäße wurden Montags um 3 Uhr Nachmittags mit frisch gemolkener Milch angefüllt; am Mittwoch um 9 Uhr Morgens, als man den Rahm abnehmen wollte, fand man in den Zinngefäßen beinahe alle Milch geronnen, während in den Zinkgefäßen die Gerinnung noch kaum angefangen hatte; in den lezteren Gefäßen konnte die Milch erst um 2 Uhr Nachittags abgenommen werden; man schlug aus diesem Grunde den Rahm aus den beiderlei Gefäßen besonders; der aus den Zinngefäßen gab 1,165 Kilogr. Butter, der aus den Zinkgefäßen aber 1,650 Kilogr. Der Versuch war mit der größten Sorgfalt angestellt worden, und man fand die Butter aus dem Rahm der Zinkgefäße viel angenehmer schmekend, als die aus jenem der Zinngefäße. — (Gazette de Nice, 4. Jul. 1841.) (Aehnliche. Beobachtungen wurden früher schon in Italien gemacht. D. Red.)

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