Titel: Mittel, um Gewebe wasserdicht zu machen, ohne daß sie luftdicht werden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 84, Nr. LVI./Miszelle 7 (S. 315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj084/mi084056_7

Mittel, um Gewebe wasserdicht zu machen, ohne daß sie luftdicht werden.

Das Correspondenzblatt enthält von Hrn. Professor Fehling folgende Mittheilung einer auf Versuche gegründeten, erprobten Methode, Webestoffe für Kleider wasserdicht zu machen, ohne daß sie zugleich luftdicht werden und so die Ausdünstungen des Körpers zurükhalten.

„Man löst 5 Loth Alaun in 2 Pfd. Regenwasser und gießt diese Lösung zu einer Lösung von 1 Loth Bleizuker in 1 Pfd Wasser. Man filtrirt das Gemenge oder läßt es absezen und gießt dann die klare Flüssigkeit ab und sezt hiezu 2 Loth Leim, ½ Loth arabisches Gummi und 1 Loth Hausenblase, jedes in 1 Pfd. Wasser gelöst. Der Stoff wird nun in diese warme Flüssigkeit gebracht und das Ganze 10 Minuten lang bei einer Temperatur von 64° R. erhalten. Dann sezt man eine Lösung zu von 1 Loth spanischer Seife in 4 Loth Terpenthinöhl, welche mit ½ Pfd. Wasser verdünnt ist. Man läßt dann das Ganze noch eine halbe Stunde bei der angegebenen Temperatur von 64° R., während welcher Zeit man fleißig umrührt und auch den Stoff durchknetet, damit alle Theile gleichmäßig von der Alaunseife durchdrungen werden. Dann wird gut ausgespült und das Zeug an der Luft oder in der Wärme vollkommen getroknet.“ (Riecke's Wochenblatt 1842, Nr. 19.)

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