Titel: Mallet, über die Eigenschaften der Legirungen von Kupfer mit Zinn und Zink.
Autor: Mallet, Robert
Fundstelle: 1842, Band 85, Nr. LXXXIX. (S. 377–380)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj085/ar085089

LXXXIX. Ueber die physischen und chemischen Eigenschaften der Legirungen von Kupfer mit Zinn und Zink; von Robert Mallet.

Aus dem Philosophical Magazine, Jul. 1842, S. 68.

Wie schwer es ist, solche Legirungen in genauen Verhältnissen ihrer Bestandtheile darzustellen, namentlich mit dem so leicht oxydirbaren und flüchtigen Zink, ist jedem Techniker bekannt. Die Schwierigkeiten wurden vom Verfasser durch eigene Vorrichtungen besiegt, welche das Schmelzen der Metalle in geschlossenen Gefäßen gestatteten. Das erhaltene Product wurde dann noch analysirt. Die Legirungen, zu welchen die verschiedenen Messing- und Kanonenmetallarten gehören, wurden genau in stöchiometrischem Verhältniß zusammengesezt und die Resultate der damit angestellten Versuche für praktische Zweke sind in den zwei nachfolgenden Tabellen angegeben.

Die allgemein geltenden specifischen Gewichte der meisten derartigen Legirungen scheinen dem Verfasser nicht verläßlich zu seyn.

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Chemische und physische Eigenschaften der in stöchiometrischem Verhältniß zusammengesezten Kupfer- und Zink-, so wie Kupfer- und Zinn-Legirungen.

Textabbildung Bd. 85, S. 378-379
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Abkürzungen in der siebenten Columne zur Bezeichnung des Bruches: F. k. fein krystallinisch; G. k. grob krystallinisch; T. k. tafelartig krystallinisch; F. f. feinfaserig; M. muschlig; G. m. glasigmuschlig; G. glasig; E. erdig.

Bei der Dehnbarkeit, Hämmerbarkeit, Härte und Schmelzbarkeit drükt 1 das Maximum aus.

Die Zahlen in der sechsten Columne bezeichnen die Intensität der Schattirung einer und derselben Farbe.

Die Atomengewichte sind die der Wasserstoffreihe.

Die lezte Cohäsion wurde mit Prismen von 0,25 eines Quadratzolls bestimmt, welche nach dem Gießen weder gehämmert noch sonst comprimirt wurden. Die angegebenen Gewichte sind diejenigen, welche jedes Prisma ein paar Secunden, ehe es brach, noch trug.

Das zu diesen Legirungen benuzte Kupfer war gekörnt und vom feinsten. Das Zink war Mossleman'sches aus Belgien und das Zinn gekörntes von Cornwallis. Sie wurden, um Oxydation zu verhüten, in einem eigenthümlichen Apparat legirt und die erhaltene Legirung durch die Analyse verificirt.

Keine bloß binäre Legirung von Kupfer und Zink oder Kupfer und Zinn läßt sich so gut durch Drehen, Hobeln oder Feilen bearbeiten, als in Verbindung mit einer sehr kleinen Portion eines dritten schmelzbaren Metalls, in der Regel Kupfer nebst Zink und Blei, oder Kupfer nebst Zinn und Zink, wie den Metallarbeitern bekannt ist.

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