Titel: Seifenwasser im Brode.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 85, Nr. XXXVIII./Miszelle 9 (S. 160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj085/mi085038_9

Seifenwasser im Brode.

Eine Klagsache, worin ein Bäker einen seiner Leute beschuldigte, absichtlich Seifenwasser in das Brod gebracht und dadurch das Gehen desselben verhindert zu haben (ein Schabernak, der den Bäkern in Paris nicht selten gespielt werden soll), veranlaßte Chevallier, den Einfluß des Seifenwassers auf den Proceß des Brodbakens zu prüfen. Es ergab sich, daß dadurch zwar keineswegs ein irgendwie schädliches Product entstehe, daß aber in der That schon eine sehr geringe Menge Seife die Fähigkeit habe, die Aufblähung des Teiges, das sogenannte Gehen, zu verhindern, so daß es dann unmöglich sey, dem Gebäk eine bestimmte runde Form zu ertheilen. Es bleibt niedrig und unansehnlich und wegen der Abwesenheit der Luftblasen und der Verminderung der Zähigkeit des Klebers hat es natürlich ein dichteres Gefüge; zum Verkauf wird es demnach völlig unbrauchbar, selbst wenn der Geschmak die Verunreinigung nicht zu erkennen vermag. (Aus den Ann. d'Hyg. publ. April 1842 im polyt. Centralblatt.)

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