Titel: Theersurrogat zum Kalfatern etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 85, Nr. LVII./Miszelle 13 (S. 238–239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj085/mi085057_13
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Theersurrogat zum Kalfatern etc.

Hr. Chausard, Apotheker in Havre, machte vor Kurzem eine für die Schifffahrt sehr nüzliche Erfindung. Bekanntlich hat der Schiffstheer oder das schwarze Pech, welches zum Kalfatern der Schiffe dient, den Fehler, in heißen Ländern an der Sonne zu schmelzen und Wasser eintreten zu lassen, welches die Ladung beschädigt und die Mannschaft wegen des oft nothwendigen Auspumpens anstrengt; ein Glük noch, wenn der Capitän sich nicht gezwungen sieht einzulaufen, um sein Schiff zu repariren. Der Schiffstheer schmilzt schon unter 80° C. Die in Rede stehende Mischung wird erst bei 200° C. flüssig; sie besizt außerdem eine große Biegsamkeit und eine solche Zähigkeit, daß sie dem Holze und Werge sehr stark anhängt. In der Kälte wird sie nie pulverig, da sie kein flüchtiges Oehl enthält, wie die Theere. – Dieselbe Substanz macht auch alle Arten Zeuge wasserdicht, wie Segeltücher, Zelte, Schanz-, Pferde- und Cabrioletdeken u.s.f. Der Verf. benannte seine Mischung, deren Zusammensezung noch nicht bekannt ist, aber der franz. Akademie der Wissenschaften und der Société d'Encouragement zur Prüfung vorliegt, Mineralkautschuk. Sie soll noch wohlfeiler als der Theer seyn. (Echo du monde savant 1842, No. 739.)

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