Titel: Vorkommen von Jod in der aus Natronsalpeter bereiteten Salpetersäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 85, Nr. LVII./Miszelle 9 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj085/mi085057_9
|238|

Vorkommen von Jod in der aus Natronsalpeter bereiteten Salpetersäure.

Hr. Lembert zu Lyon entdekte Jod in Salpetersäure bei der Reinigung derselben, welche er auf die Art vorzunehmen pflegt, daß er ihr zuerst salpetersaures Silber zusezt, sie ein paar Tage stehen läßt, die klare Flüssigkeit decantirt, so viel concentrirte Schwefelsäure als die Salpetersäure wog, zusezt und die Salpetersäure überdestillirt. Als er nach dieser Operation einmal die in der Retorte zurükbleibende Schwefelsäure concentriren wollte, bemerkte er, als sie beinahe 66° B. erreicht hatte, violette Joddämpfe, welche sich beim Erkalten in Krystallen verdichteten. – Um das Jod zu entdeken, braucht man die zu untersuchende Salpetersäure bloß mit einem Alkali zu sättigen, der neutralen Flüssigkeit etwas helle Amylonlösung und dann Schwefelsäure in Tropfen zuzusezen, aber nur so lange, bis ein Tropfen die bekannte Färbung hervorruft. – Das Jod in der Salpetersäure rührt von dem in der Natur vorkommenden salpetersauren Natron her, aus welchem sie fabricirt wird, wovon sich Hr. L. auf obige Weise überzeugte. Zu bemerken ist 1) daß die concentrirten Salpetersäuren, nämlich von 41° Baumé, Jod enthalten, die schwächern aber, von 35 oder 36° B. nicht, wovon sich Hr. L. durch mehrere Muster überzeugte; 2) daß Chlor und schweflige Säure das Jod weder im natürlichen Natronsalpeter noch in der neutralisirten Säure anzeigen. (Journal de Pharmacie. April 1842.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: