Titel: Aufbewahrung und Anwendung des Höllensteins.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 85, Nr. LXXVI./Miszelle 4 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj085/mi085076_4

Aufbewahrung und Anwendung des Höllensteins.

Behufs einer bessern Conservirung und Applicirung des Höllensteins (Lapis infernalis) in jeder beliebigen Weise bedient sich Hr. Prof. Dumeril folgenden Verfahrens. Er schmilzt über dem Feuer sehr gutes, viel Lak enthaltendes Siegelwachs. In dieses taucht er mittelst einer ringförmigen Zange die Höllensteincylinder oder Täfelchen von den verschiedensten Dimensionen. Die Masse legt sich sehr gut an, bedekt die Stükchen vollkommen und hängt ihnen wie ein unveränderlicher Firniß von sehr glatter Oberfläche an. – Diesen Höllenstein kann man, ohne sich zu beschädigen, anrühren, er beflekt die Finger nicht und widersteht dem Druk des ihn aufnehmenden Röhrchens, welches er nicht angreift. Man kann ihn, so weit man will, oder auch nur an einem Punkt durch eine Radir- oder Messerklinge bloß legen und die damit zu behandelnden Stellen berühren, ohne an die benachbarten Theile zu kommen. Gin Hauptvorzug dieses Verfahrens ist, daß man dieses Silbersalz gut befestigen und ohne Gefahr in den Schlund und in andere Höhlungen bringen kann. Man bedient sich hiezu eines dünnen und festen hölzernen Pinselstiels, befestigt an ein Ende desselben einen Kopf von Siegelwachs und sezt in das erweichte Wachs den Höllenstein in der erforderlichen Form ein, von welchem man, was man für nöthig erachtet, durch Schaben bloß legt. (Journal Pharmacie, April 1842, S. 321.)

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