Titel: Entdekung der Verfälschung des Zukers mit Stärkezuker.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 85, Nr. LXXVI./Miszelle 5 (S. 318)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj085/mi085076_5

Entdekung der Verfälschung des Zukers mit Stärkezuker.

Um zu erkennen, ob Rohr- oder Runkelrübenzuker, was jezt öfters geschehen soll, mit Stärkezuker verfälscht ist, werden nach Hrn. Krantz 2 Gramme des verdächtigen Zukers in 30 Grammen destillirten Wassers aufgelöst, die Flüssigkeit filtrirt, 2 Decigramme Aezkali und 1 Decigramm schwefelsaures Kupferoxyd hinzugesezt und umgeschüttelt. Ist Stärkezuker dabei, so erzeugt sich einige Zeit nach der Mischung ein rother Niederschlag, und wenn der Zusaz stark ist, so ist die Umwandlung des Kupfersalzes in Oxydul in 20 Stunden vollendet, die blau oder grün gefärbte Lösung ist gänzlich entfärbt und enthält keine Spur Kupfer mehr. Ist der Zuker rein, so erzeugt sich auch in acht Tagen der rothe Niederschlag nicht. – Besteht das Gemenge aus gleichen Theilen der beiden Zukerarten, so ist die Fällung in 20 Stunden vollendet; ist der Rohrzuker nur mit 2 1/2 Proc. gemengt, so erhält man nach 24 Stunden einen geringen Niederschlag, die Flüssigkeit ist aber nach Verlauf von acht Tagen nicht entfärbt. Alle diese Versuche werden ohne Erwärmung angestellt. (Journal de Chimie médicale. Julius 1842, S. 471.).

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