Titel: Färbendes und gerbendes Extract.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 85, Nr. LXXVI./Miszelle 7 (S. 319)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj085/mi085076_7

Färbendes und gerbendes Extract.

Ein auf vegetabilischen Zeugen, vorzüglich aber animalischen Stoffen sehr gut haftender brauner Farbstoff wurde neuerdings ohne besondere Benennung aus Buenos-Ayres eingeführt. Er ist ein troknes, sprödes Extract von glasigem Bruch, welches oft halb verbrannt ist, was übrigens auf seine färbende Kraft von geringem Einfluß zu seyn scheint. Sein Geschmak ist adstringirend bitter, Hintennach etwas süßlich und läßt somit auf die natürliche Familie der Leguminosen schließen, so wie auch der entsprechende Süßholzgeruch. – Durch unsere Nachforschungen erfuhren wir wirklich, daß die zusammengerollten Schotenklappen der Mimosa cochiocarpos (Inga Martius), die adstringirenden Rinden Brasiliens, der Acacia Jurema Martius, und der Caesalpina Coriaria Willd. oft zum Färben und Gerben nach Europa versandt wurden; sie geben genau dieselben Farben und haben den wohl zu erkennenden Geschmak des aus denselben Gegenden gesandten Extracts. Ich selbst habe mich davon überzeugt; aller Wahrscheinlichkeit nach liefern also diese Gewächse gegenwärtig das Färbe- und Gerbe-Extract; die Farbe desselben hängt der Haut und den Nägeln ohne alle Beize mehrere Tage stark an. Die Färber wenden es stark an. Virey. (Journal de Pharmacie. April 1842, S. 323.)

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