Titel: Zugutmachen zerknikter Federn.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 85, Nr. LXXVI./Miszelle 9 (S. 320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj085/mi085076_9

Zugutmachen zerknikter Federn.

Bentley, ein Schuster in Manchester, machte sein Glük durch ein Geheimniß, verkrüppelte Federn wieder herzustellen; er kaufte verdorbene Vögelbälge und gab den Federn in ein paar Minuten ihren Glanz und ihre ursprüngliche Anordnung wieder. Er bereicherte so die naturhistorischen Museen mit einer Menge Vögel, welche man sonst auszuschießen pflegte. Folgendes ist das bewährte Mittel. Man nimmt eine Schreibfeder, zerknittert ihre Fahne, biegt ihr Gerippe, bis man sie ganz in der geschlossenen Hand hat; wirft man nun diese Feder in heißes Wasser, so nimmt alles seine frühere Gestalt wieder an, sie richtet sich auf und kommt in ein paar Secunden in ihren natürlichen Zustand; man läßt sie nun troknen und sie ist so gut gekämmt, als sie es am lebenden Vogel war. Das warme Wasser scheint die hornartige Substanz aufzuschwellen und ihr die verlorene Federkraft wieder zu geben.

Die Modearbeiter können diese Erfindung für Toilettefedern benuzen. Jobard. (Echo du monde savant, 1842, Supplement.)

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