Titel: Neue Drukform.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 86, Nr. XX./Miszelle 3 (S. 76)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj086/mi086020_3

Neue Drukform.

Eine der bedeutendsten Drukfabriken in Chemnitz wendet jezt mit Vortheil Formen an, welche sie nach einer neuerdings in Berlin erfundenen Formengußmethode auf folgende Weise verfertigt. Ein Theil des Musters wird in Holz (Hirnholz) erhaben geschnitten und alsdann dieser Formentheil in Gyps so oft abgedrükt, als nöthig ist, um eine hinreichende Form zu bilden. Der Gypsabdruk wird hierauf mit einer Mischung von Zinn und Antimon übergossen, und nachdem das Metall erkaltet, sezt man diese einzelnen Formentheile durch Aufstiften in einen dazu bestimmten Rahmen kunstgerecht zusammen und überhobelt das Ganze. In früherer Zeit schnitt man das Muster nicht erhaben, sondern vertieft in das Holz und benuzte dieß gleich als Gußform, weßhalb diese Methode weniger vollkommen war; auch wurde die Drukform nicht abgehobelt, sondern abgefeilt, und ging durch das damit verbundene Beseitigen des entstandenen Grades sowohl Zeit als auch Schärfe des Abdruks verloren. (Gewerbe-Blatt für Sachsen. 1842. S. 346.)

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