Titel: Ueber das Reinigen der gläsernen Flaschen mit Schrot.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 86, Nr. XXXII./Miszelle 6 (S. 154–155)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj086/mi086032_6

Ueber das Reinigen der gläsernen Flaschen mit Schrot.

In manchen Haushaltungen findet noch die nachtheilige Gewohnheit statt, die Bouteillen mir Schrot zu reinigen. Welche nachtheilige Folgen daraus entstehen können, mag aus Folgendem ersehen werden. Vor einigen Jahren bekam ein hiesiger Bürger heftige Leibschmerzen auf das Trinken von Liqueur. Es wurde alsbald Verdacht auf diesen Liqueur geworfen, da er sehr trübe gewesen ist, und mir die Flasche sammt Inhalt zur Prüfung übergeben. Es fand sich bei der Untersuchung, daß sich zehn Bleischrote zwischen den kegelförmigen Boden und die Wand der Flasche eingekeilt hatten, welche nach und nach in kohlensaures Bleioxyd umgewandelt wurden, so daß nur noch kleine Körner vom Metall übrig blieben. So lange nun der Liqueur hell abgegossen gebraucht wurde, veranlaßte er keine Beschwerden: als aber der entstandene Bodensaz zum Genusse kam, so |155| konnten die Folgen nicht ausbleiben. Warum kann man sich denn nicht des einfachen groben Sandes zum Reinigen bedienen, der doch gar nichts kostet? (Dr. Hänle in den Mitth. d. G. V. zu Lahr.)

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