Titel: Grobgemahlener (geschrotener Hafer) zum Futter für Militärpferde.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 86, Nr. XLV./Miszelle 12 (S. 239–240)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj086/mi086045_12
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Grobgemahlener (geschrotener Hafer) zum Futter für Militärpferde.

Dem französischen Kriegsminister wurde ein Vorschlag eingereicht, die Militärpferde mit grobgemahlenem Hafer zu futtern, weil von dem ganzen, bei der Hast, mit welcher er verschlungen wird, vieler, ohne zur Ernährung beizutragen, unverdaut mit den Excrementen wieder abgeht. Die Veterinär-Commission zu Lamirault, welche hierüber Bericht erstattete, spricht sich aber dahin aus, daß die von dieser Maßregel versprochenen Vortheile als Null zu betrachten seyen, indem die Berechnung von einer übertriebenen Annahme, nämlich des Verlusts eines ganzen Viertheils, ausgeht und die unbedeutende wirkliche Ersparung von den Mahlkosten wieder mehr als aufgehoben werde. Es müßten ferner, um den Vorrang an ernährenden Eigenschaften dieses Futters zu beweisen, erst vergleichende Versuche angestellt werden; indem, wenn auch das Kauen bis auf einen gewissen Grad hiedurch ersezt werden kann, dieß noch nicht mit der, um eine gute Verdauung vorzubereiten, so nöthigen Einhüllung mit Speichel der Fall ist. Außerdem sprechen noch dagegen die Schwierigkeit, den Hafer aller Orten erst zu mahlen, der leichte Betrug und das Aufhören dieses Verfahrens im Felde. (Echo du monde savant, 1842, No. 23.)

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