Titel: Neuer, zu Woolwich probirter Anker.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 86, Nr. XLV./Miszelle 5 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj086/mi086045_5

Neuer, zu Woolwich probirter Anker.

Am 14. Julius d. J. versammelten sich die Lords der Admiralität in Begleitung mehrerer Marine-Officiere in dem Probirsaal, wo sich ein 60 1/2 Cntr. schwerer Porter'scher Anker, der schwerste dieser Art, der bisher verfertigt wurde, befand. Die mächtige Bramah'sche hydraulische Presse übte eine Kraft von 49,500 Kilogr. aus, was gewöhnlich die Probe ist bei Ankern von diesem Gewichte; aber die Beugung der Ruthe, welche nicht mehr als einen Zoll betrug, wurde für so gering gehalten, daß der Patentträger in die Vermehrung der Probekraft um 10,000 Kilogr. einwilligte. Dieselbe fand statt, und troz der außerordentlichen Kraft von 59,500 Kilogr. betrug die ganze Beugung doch nicht mehr als 1 7/8 engl. Zoll. Dieser 60 1/2 Cntr. schwere Anker hielt also die Probe aus, nach welcher ein gewöhnlicher Anker von 82 Centnern für gut erklärt worden wäre. Die Lords waren aufs Aeußerste befriedigt und zwar um so mehr, als sie sahen, daß die Beugung in dem Grade nachließ, als man den Druk verminderte. Gegen das Ende der Probe bedurfte es nur noch eines halben Zolles, damit die Ruthe ihren ursprünglichen Zustand wieder eingenommen hätte. Eines Ankers von |238| diesem Gewichte bedient man sich gewöhnlich bei Fregatten von 50 Kanonen; diese Probe aber ergibt, daß er zureichend wäre bei einem Schiffe von 90 Kanonen. (Moniteur industriel, 25. August 1842.)

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