Titel: Barnard's Methode die Empfindlichkeit des Daguerreotyps zu vergrößern.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 86, Nr. LXV./Miszelle 5 (S. 319)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj086/mi086065_5

Barnard's Methode die Empfindlichkeit des Daguerreotyps zu vergrößern.

Hr. Barnard verschafft sich auf gewöhnliche Art eine jodirte Platte und sezt sie dann eine halbe Minute lang der Einwirkung von Chlorgas aus, welches in solchem Verhältniß mit gewöhnlicher Luft vermischt ist, daß es ohne sonderliche Beschwerde eingeathmet werden kann. Die Platte wird dann so empfindlich, daß wenn man sie in eine Camera obscura bringt, deren Oeffnung so groß ist, wie man sie gewöhnlich für Miniatur-Porträte anwendet, ein Eindruk schon in dem kurzen Zeitraume, welcher zum Wegnehmen und Wiederanbringen der Blendung nöthig ist, erfolgt. Das Bild wird dann auf gewöhnliche Weise noch mit Queksilber behandelt.

Eine so gechlorte Platte wird, wenn man sie dem Licht aussezt, sogleich sehr dunkel violett, fast schwarz. Das Queksilber trübt sich nicht sogleich und in diesem Zustande ist das Bild sogar schöner als nach dem Waschen mit unterschwefligsaurem Natron; aber dieses Waschen ist wegen des Conservirens nöthig.

Nach Hrn. Barnard sind die Lichter und Schatten deutlicher und nüancirter als nach dem gewöhnlichen Daguerre'schen Verfahren. Um die Wirkung hervorzubringen, ist nur sehr wenig Chlor nöthig und ein Ueberschuß desselben muß sehr sorgfältig vermieden werden. Biblioth. univers. Jul. 1842. (Daß diese Methode lediglich auf eine vorsichtige Anwendung des Verfahrens der HHrn. Gebrüder Natterer in Wien hinausläuft, brauchen wir kaum zu bemerken.

Die Red.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: