Titel: Prüfung des zu künstlichen Wiesen bestimmten Samens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 86, Nr. XC./Miszelle 11 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj086/mi086090_11

Prüfung des zu künstlichen Wiesen bestimmten Samens.

Hr. v. Dombasle bedient sich hiezu folgenden Verfahrens. Man legt auf den Boden einer Untertasse zwei vorher befeuchtete Stüke etwas diken Tuches übereinander und streut eine unbestimmte Zahl der zu prüfenden Samenkörner darauf, aber so dünn, daß keines ein anderes berührt. Man bedekt sie nun mit einem dritten ähnlichen, ebenfalls befeuchteten Stüke Tuch und stellt die Schale an einen mäßig erwärmten Ort, wie auf die Platte eines Kamins oder in die Nähe eines Ofens. Bemerkt man die darauf folgenden Tage, daß das obere Tuch auszutroknen anfängt, so gießt man etwas Wasser darauf, so daß alle drei Stükchen Tuch befeuchtet werden, neigt aber, da die Samen unter Wasser, statt bloß angefeuchtet, faulen würden, die Tasse so, daß das vom Tuch nicht eingesaugte Wasser abfließen kann. – Durch bloßes Aufheben des oberen Tuchlappens kann jeden Tag beobachtet werden, wie sich die Körner verhalten, ob sie aufschwellen und ihre Keime heraustreiben, oder sich mit Schimmel bedeken, wie dieß in wenigen Tagen bei allen jenen der Fall ist, die ihre Keimkraft verloren haben. Man kommt hiedurch sehr leicht darauf, wenn alter Same mit dem neuen vermengt ist, indem der leztere schneller keimt. (Echo du monde savant 1842, No. 30.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: