Titel: Ueber die Verwendung der Rükstände bei der Schwefelsäure-Fabrication mittelst Schwefelkies; von Barruel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 86, Nr. XC./Miszelle 4 (S. 396–397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj086/mi086090_4
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Ueber die Verwendung der Rükstände bei der Schwefelsäure-Fabrication mittelst Schwefelkies; von Barruel.

Die Anwendung des Schwefelkieses zur Schwefelsäure-Fabrication verbreitet sich immer mehr an Orten, wo man sich jenes Mineral wohlfeil verschaffen kann. In einer belgischen Fabrik, welche Schwefelsäure und Soda nach diesem Verfahren producirt, vermengt man den Rükstand vom Rösten der Schwefelkiese mit einem Ueberschuß von Kochsalz, nachdem man vorher seinen Gehalt an schwefelsaurem Eisen ermittelt hat und erhizt ihn dann in einem geeigneten Ofen, wobei man die Salzsäure sammelt. Das gebildete schwefelsaure Natron wird durch Auflösen und Krystallisiren gewonnen; das hiebei zurükbleibende rothe Eisenoxyd wird durch Schlemmen in zwei Theile getrennt; das zarteste troknet man und vermengt es mit Fett, wo es dann eine vortreffliche Maschinenschmiere bildet; das gröbere aber wird in Ballen oder Klumpen geformt, getroknet und wie Eisenerz im Hohofen behandelt.

In Schwefelsäure-Fabriken, wo man keine Soda bereitet, ist es am vortheilhaftesten, die gerösteten Schwefelkiese (troken) zu destilliren, um rauchende Schwefelsäure daraus zu gewinnen. (Echo du monde savant, Nov. 1842, Nr. 38.)

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