Titel: Ueber Reinigung von Glas- und Porzellangefäßen, welche durch Alter und Rauch braun geworden sind.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 86, Nr. XC./Miszelle 7 (S. 398)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj086/mi086090_7

Ueber Reinigung von Glas- und Porzellangefäßen, welche durch Alter und Rauch braun geworden sind.

Man ist hie und da im Besiz von Porzellan: oder Glasgefäßen, welche lange Zeit an Orten aufbewahrt wurden, woselbst sie durch Lampenruß und dergleichen Rauch gebräunt wurden. Solche Gefäße sind um so schwieriger zu reinigen, wenn sie geschliffen sind und dabei viele Vertiefungen haben. Potasche und Sand oder Seifenwasser reichen hier selten aus. Eben so verhält es sich mit Flaschen, worin Gegenstände befindlich waren, die sich im Wasser nicht auflösen und wovon sich an der inneren Wandung noch ein verhärteter Ueberzug befindet. Solche Krusten lassen sich nicht anders entfernen, als dadurch, daß man sie zerstört, und dieses geschieht auf die wohlfeilste Art, indem man sie mit concentrirter Schwefelsäure (englischem Vitriolöhl) behandelt. Man übergießt die Gefäße von Außen oder Innen auf allen Stellen, wo es nöthig ist, damit und läßt die Säure einige Zeit, längstens eine halbe Stunde, damit in Berührung. Man wird sich sogleich überzeugen, daß die unreinen Stellen immer brauner und endlich schwarz werden, wobei unterschweflige Säure und Kohle entstanden und das Verunreinigungsmittel zersezt wurde. Das Vitriolöhl sammelt man hierauf wieder und kann es noch recht füglich zu Stiefelwichse verwenden. Die Gefäße scheuert man nun mit feinem Sand und Wasser. Bei weichem Krystallglas, wie wir es aus Frankreich erhalten, muß man sich jedoch vor der Anwendung des Sandes hüten, denn er verursacht sehr leicht Risse. Geschlämmter Mergel oder Tripel oder geschlämmte Kreide sind in diesem Fall vorzuziehen. (Hänle's Mittheil. des Gewerbvereins in Lahr.)

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