Titel: Pferdebrod.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1842, Band 86, Nr. XC./Miszelle 9 (S. 399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj086/mi086090_9

Pferdebrod.

In der lezten Sizung der Société d'Encouragement legte Hr. Huvet, Bäker zu Batignolles, von ihm verfertigtes Pferdebrod vor, welches wohlfeiler kommt als Heu und Hafer. Mehrere Personen in Paris futtern damit ihre Pferde, namentlich die HHrn. Toulouse u. Comp., Diligencenunternehmer, und Hr. Dailly, Postmeister und Director einiger Omnibuslinien. Sie finden darin ein bedeutendes Ersparniß und die Pferde befinden sich sehr wohl dabei. Das Brod schmekt, eine kleine Bitterkeit abgerechnet, sehr gut. Diese Bitterkeit hat den Grund, daß Hr. Huvet, damit die Stallknechte nicht das Brod ihrer Pferde essen, demselben eine bittere, dem Menschen unangenehm schmekende, den Pferden aber sehr beliebte Substanz beimengen ließ. Dieselbe macht keinen wesentlichen Bestandtheil des Brodes aus und kann hinweggelassen werden. In den Jahren des Gedeihens bietet dieses Brod also ein großes Ersparniß im Pferdefutter, in den Jahren des Mißwachses aber kann durch Hinweglassen der bitteren Substanz ein Brod für Menschen gebaken werden, welches den ärmeren Classen viel Erleichterung verschaffen würde, indem ein Brod von 3 Kilogr. nicht über 55 Cent. kostet. (Moniteur industriel, 30. Okt. 1842.) (Man vergl. auch die Notiz im polytechn. Journal Bd. LXXXIII. S. 165.)

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