Titel: Felsensprengung mittelst Galvanismus.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 87, Nr. XIX./Miszelle 5 (S. 78)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj087/mi087019_5

Felsensprengung mittelst Galvanismus.

Ein neues Beispiel der Felsensprengung mittelst Galvanismus (nach dem im polytechnischen Journal Bd. LXXXV. S. 275 und Bd. LXXXVI. S. 238 angegebenen Verfahren) wird im Mechan. Magazine. Oktober 1842 berichtet. H. Lyon von Glasgow unternahm die Operation. Man bohrte fünf sehr tiefe Löcher in den Felsen und füllte sie mit 30 Kilogr. Pulver an. Die Leitungsdrähte waren so angebracht, daß die Entzündung der ganzen Ladung mittelst derselben Batterie bewerkstelligt wurde. Die Wirkung erfolgte schnell und eine ungeheure Masse des Felsens wurde losgebrochen. – Ferner bediente man sich desselben Mittels, um einen Theil der Mauern des Schlosses Dunbar abzubrechen. Drei 5 Meter tiefe Löcher wurden in den unter dem Grund befindlichen Felsen gebohrt; nachdem sie mit der gehörigen Menge Pulver geladen waren, wurden sie auf einmal entzündet, auf welche Weise es gelang, eine Masse Mauerwerk von 150 Tonnen (150,000 Kilogr.) Gewicht loszumachen. – Dasselbe Mittel diente auch zur Ausbeutung eines Schiefersteinbruchs und gab auch hier die befriedigendsten Resultate.

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