Titel: Barrat's Verfahren das Kochsalz behufs der Fabrication von Glaubersalz zu zersezen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 87, Nr. XIX./Miszelle 8 (S. 79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj087/mi087019_8

Barrat's Verfahren das Kochsalz behufs der Fabrication von Glaubersalz zu zersezen.

Zu 130 Gewichtstheilen Kochsalz, welche in 400 Theilen Wasser aufgelöst sind, sezt der Patentträger 400 Theile concentrirte Schwefelsäure und 60 Theile metallisches Zink in kleinen Stüken. Sobald das Zink in die Auflösung getaucht ist, entwikelt sich Wasserstoffgas, welches man auf gewöhnliche Weise sammelt und anzündet, um seine Wärme zur Verdampfung oder zu anderen Zweken zu benuzen.

Wenn das Zink aufgelöst und das schwefelsaure Natron krystallisirt ist, zieht man die klare überstehende Flüssigkeit ab, welche das salzsaure Zink und einen Theil schwefelsaures Natron enthält. Diese Flüssigkeit wird eingedampft und beim Abkühlen krystallisiren dann die lezten Antheile schwefelsauren Natrons heraus, alles erhaltene Glaubersalz wird dann mit einer heißen gesättigten Kochsalzlösung ausgewaschen, um das zurükgebliebene salzsaure Zink auszuziehen.

Das erhaltene salzsaure Zink wird dann mit Kalk zersezt (auf 64 Theile aufgelösten metallischen Zinks sind beiläufig 64 Theile besten gebrannten Kalks erforderlich), das niedergeschlagene Zinkoxyd gut mit Wasser ausgewaschen und dann anstatt metallischen Zinks zur Zersezung neuer Portionen Kochsalz benuzt; man wendet nämlich statt des metallischen Zinks in der Folge dessen Aequivalent Zinkoxyd an. (Repertory of Patent-Inventions, Sept. 1842, S. 160.)

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