Titel: Kuhlmann's Verfahren die Verfälschung des Rohr- oder Rübenzukers mit Stärke- oder Traubenzuker zu entdeken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 87, Nr. LX./Miszelle 6 (S. 237–238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj087/mi087060_6

Kuhlmann's Verfahren die Verfälschung des Rohr- oder Rübenzukers mit Stärke- oder Traubenzuker zu entdeken.

Man besaß bisher noch kein praktisches Mittel, um die Vermengung des Rohr- oder Rübenzukers mit Starke- oder Traubenzuker, und namentlich das |238| quantitative Verhältnis derselben zu erkennen. Wohl unterscheidet sich der leztere für sich allein durch sein mehlartiges Ansehen oder seine warzenförmig zusammengehäuften Krystalle, Gemenge aber verrathen sich erst beim Gebrauche, der Raffineur nämlich findet den Rohzuker wenig ergiebig und der Consument hat größern Bedarf. Hr. Kuhlmann hat nun ein Mittel ausfindig gemacht, um die Verfälschung leicht und mit der nöthigen Genauigkeit zu entdeken; er bedient sich hiezu des Aezkali's; in einer concentrirten Lösung desselben erhizt, färbt sich der Traubenzuker schwarzbraun, der Rohrzuker aber nicht. Er erhizt in einer Glasröhre zwei Grammen des zu prüfenden Zukers mit der erforderlichen Quantität Aezkalilösung von 20° Baumé oder 1,161 spec. Gewicht und vergleicht die Färbung mit jener, welche unter gleichen Umständen der Rohrzuker annimmt. Macht man zugleich Proben mit demselben Zuker, dem man 5, 10 und 15 Proc. Traubenzuker zusezt, so kann das Verhältniß des Gemenges approximativ leicht ermittelt werden. (Moniteur industriel, 8. Jan. 1843.) Das im polyt. Journal Bd. LXXXV. S. 382 mitgetheilte Verfahren Trommer's zur Unterscheidung der verschiedenen Zukerarten hofft Pelouze nach einer Notiz in den Comptes rendus auch zur quantitativen Analyse eines Gemenges derselben anwendbar zu machen.

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