Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Amerikanisches Filztuch.In Nordamerika fabricirt man schon seit geraumer Zeit das Filztuch durch ein sehr einfaches Maschinensystem und erzeugt mittelst dieser Vorrichtung eine so ausgezeichnete Qualität, daß dieselbe allen deßhalb zu machenden Anforderungen entsprechen kann. Durch diese Art der Fabrication ist der bei anderen und namentlich den in England, Belgien und Deutschland angewandten Maschinensystemen noch sehr fühlbare Uebelstand beseitigt, daß nur feine Wolle verarbeitet werden kann; jede Qualität und selbst die aus alten Tuchstüken wieder gewonnene Wolle wird nach amerikanischer Weise mit gleichem Vortheil zu dieser Fabrication verwendet und ein Tuch hervorgebracht, welches nicht allein |318| Der Erfinder dieser neuen Filztuchfabrication, welcher auch noch eine Maschinerie zum Ausbreiten des Tuchs, nachdem es die Walke verlassen, zu welcher Operation bis jezt gewöhnlich Menschenhände benuzt wurden, erfunden hat, hält sich jezt in England auf, um dort ein Etablissement nach seiner Art zu gründen, und beabsichtigt auch, auf dem Continent seiner Erfindung Eingang zu verschaffen; Patente wurden zu diesem Behufe bereits in verschiedenen Ländern gesichert. Im Interesse dieser neuen Erfindung zur Einführung in Sachsen ist Hr. J. M. Hübner in Leipzig beauftragt und erwartet derselbe binnen Kurzem verschiedene Proben dieses Filztuches aus Amerika. Ueber die Erfindung selbst spricht sich ein englisches Journal, wie folgt aus: |
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