Titel: York's hohle Achsen für Eisenbahnwagen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 87, Nr. CVI./Miszelle 1 (S. 392)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj087/mi087106_1

York's hohle Achsen für Eisenbahnwagen.

Auf der Station Camden-Town der London-Birmingham-Eisenbahn wurden vor Kurzem höchst interessante Versuche angestellt. Es handelte sich nämlich um eine vergleichende Prüfung der in diesem Bande (2tes Februarheft) S. 241 beschriebenen, für Oliver York patentirten hohlen Achsen und der besten, dauerhaftesten, vollen Achsen, die jezt zu haben sind. Mehr als dreißig Ingenieurs und andere Sachverständige waren zugegen und das Resultat war, daß die hohlen Achsen bei weitem mehr aushalten als die vollen. – Die Achsen wurden einer Torsion von 20 Tonnen (20000 Kilogr.) unterworfen; auch ein großes Gewicht ließ man auf sie herabfallen. Die Biegung der hohlen war immer geringer, obgleich sie beiläufig um 20 Proc. leichter waren als die vollen. Vorzüglich wichtig ist die Verbesserung an den Achsenenden (ihren in den Lagern laufenden Spindeln oder Zapfen), welche ebenfalls hohl und von gewöhnlichem Durchmesser sind. Zwei oder drei Schlage mit einem großen Hammer reichten hin, um die Zapfen der vollen Achsen zu brechen, während die Zapfen der hohlen Achsen hiezu 40 bis 50 Schläge bedurften. Bedenkt man, daß unter vielen andern der schrekliche Unglüksfall auf der Versailler Eisenbahn durch das Brechen einer vollen Achse an ihrem Zapfen herbeigeführt wurde, so kann dem hier Berichteten gar nicht genug Wichtigkeit beigelegt werden. Mehrere Zuschauer, welche mit einem Vorurtheile zu Gunsten der vollen Achsen gekommen waren, schlossen sich zulezt dem einstimmigen Urtheil für die hohlen Achsen an. Die hohlen Achsen sollen auch nicht theurer zu stehen kommen als die vollen. (Moniteur industriel, vom 12. Febr. 1843.)

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