Titel: Andrew's Verfahren das Kartoffelmehl zum Schlichten des Weberzettels anzuwenden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 87, Nr. CVI./Miszelle 11 (S. 396–397)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj087/mi087106_11

Andrew's Verfahren das Kartoffelmehl zum Schlichten des Weberzettels anzuwenden.

James Andrew ließ sich am 15. Febr. 1842 eine besondere Methode patentiren, um das Kartoffelmehl zum Schlichten des Garns statt des jezt meistens gebräuchlichen Weizenmehls anzuwenden. Man versuchte schon längst das Kartoffelmehl zu diesem Zwek zu benuzen, aber stets ohne Vortheil, weil bei dem eingeschlagenen Verfahren das Mehl seine verdikende oder steifende Eigenschaft schon gänzlich verlor, ehe es angewandt wurde. Anstatt das Mehl in großer Menge mit heißem Wasser zu vermischen und es so lange stehen zu lassen, bis es sein Verdikungsvermögen ganz verloren hat, soll es nach dem Patentträger nur |397| in kleinen Trögen, indem jeder Schlichter seinen eigenen Bedarf zurichtet, gemischt und sogleich, während es noch heiß ist, in der Schlichtmaschine verwendet werden. Das Gefäß oder der Trog, worin das Mehl in der Schlichtmaschine angewandt wird, muß mit Messing gefuttert seyn. Das Kartoffelmehl braucht bloß in kleinen Quantitäten mit heißem Wasser vermischt und augenbliklich angewandt zu werden, um seine steifende Eigenschaft gänzlich beizubehalten. So geschlichtetes Garn soll dem mit Weizenmehl geschlichteten bei weitem vorzuziehen seyn. (London Journal of arts, Dec. 1842, S. 360.)

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