Titel: Dextrinsyrup zum Einbalsamiren, zu anatomischen Präparaten und zum Conserviren des Fleisches benuzt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 87, Nr. CVI./Miszelle 15 (S. 398–399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj087/mi087106_15

Dextrinsyrup zum Einbalsamiren, zu anatomischen Präparaten und zum Conserviren des Fleisches benuzt.

In einer Abhandlung, welche Hr. Cornay der franz. Akademie überreichte, erklärt derselbe, daß der Dextrinsyrup sich zum Einbalsamiren sehr gut eignet und durch seine Anwendung die Uebelstände der übrigen Einbalsamirungsmittel ganz umgangen werden; derselbe könne ferner in der Anatomie sehr gute Dienste leisten. Eine einfache Injektion von Dextrinsyrup in die Arterien verhütet das Faulen eines Cadavers während seiner Oeffnung, und wenn derselbe weiter präparirt werden soll, so können auch Injektionen unter der Haut gemacht werden. |399| Hr. Cornay überzeugte sich durch mehrere Versuche, daß das Fleisch mittelst Dextrinsyrups conservirt werden kann; sobald es denselben eingesogen hat (in 2–3 Tagen), kann man es austroknen lassen und es hält sich dann vollkommen. Er glaubt, daß die Wirkung des Dextrinsyrups auf das Fleisch anfangs darin besteht, daß er dessen Feuchtigkeit absorbirt, es durchdringt und sich mit dem Wasser des Fleisches verdünnt. Läßt man sie dann in Berührung, ohne sie auszutroknen, so wird geistige Gährung eintreten und der Alkohol kann dann allerdings secundär auf das Fleisch wirken. – Bei seinem wohlfeilen Preis könnte dieser Syrup daher in anatomischen Theatern gute Dienste leisten, indem er die organischen Körper nicht verändert, außer etwa daß nach langer Maceration die Haut sehr weiß und die Muskeln etwas minder roth werden. (Echo du monde savant 1843, No. 11.)

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