Titel: Finot's schärfende Pappendekel für Rasirmesser.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 87, Nr. CVI./Miszelle 8 (S. 395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj087/mi087106_8

Finot's schärfende Pappendekel für Rasirmesser.

Die schärfenden Substanzen werden gutem weißem Papierteig, wie er in den Papiermühlen bereitet wird und welcher frei ist von allen harten Körpern, einverleibt, was auf folgende Weise geschieht. Man nimmt 18 Theile solchen trokenen Teigs, 3 Theile feingepulverten Schmirgel und 2 Theile Stärkmehl. Statt des Schmirgels kann auch ein Gemenge aus gleichen Theilen Eisenoxydul, schwarzem Eisenoxyd und rothem Eisenoxyd, Zinnoxyd und künstlichem Eisenglanz genommen werden, von welchem Gemenge man nur 2 Theile zusezt. Wenn alles was für die eine oder andere Vorschrift nöthig ist, im Verhältniß zur Größe der Pappbogen, die man erhalten will, abgewogen ist, bringt man es in ein Gefäß mit der gehörigen Menge Wasser, um einen Teig von der Consistenz eines nicht sehr diken Breies zu bilden, der durch Umrühren so gleichförmig als möglich gemacht wird und bringt diesen in eine Form wie man sie in den Papiermühlen zur Fertigung der Pappendekel hat; dieselbe muß die Dimensionen der Platte haben, welche man erhalten will, und ihr Rahmen hoch genug seyn, damit alle Flüssigkeit hineingeht; man befördert nun das Abfließen des Wassers durch leichtes horizontales Schütteln und bringt dann die rükständige Masse unter die Presse, um das übrige Wasser noch abzutrennen und die beabsichtigte Dike des Pappendekels zu erhalten. Hierauf sezt man die Bögen zwei Stunden lang dem Dampfe kochenden Wassers aus und bringt sie in die Trokenkammer. – Wenn man die eine oder die andere Masse bereitet hat, braucht man sie nur auf ein Holz zu leimen und troknen zu lassen, sie mittelst Erwärmen mit Talg zu tränken und die Oberfläche mit Bimsstein zu poliren. – Die Seite, auf welcher der Schmirgel die wirksame Substanz ist, dient, um die Schneide des Rasirmessers, wenn sie abgestumpft ist, wieder herzustellen, jene mit den Oxyden zum Poliren desselben. (Bulletin de la Société d'Encouragement. Dec. 1842, S. 568.)

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