Titel: Versuche über den Nuzen des Abraupens.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 88, Nr. XIX./Miszelle 11 (S. 80)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj088/mi088019_11

Versuche über den Nuzen des Abraupens.

Um den außerordentlich guten Erfolg des Abraupens würdigen und beurtheilen zu können, wie nöthig es sey, diese Operation zur gehörigen Zeit und mit Sorgfalt vorzunehmen, mögen die Bemühungen des Hrn. Chasseriau, pensionirten Schiffslieutenants im (franz.) Departement der untern Charente, angeführt werden. Derselbe ließ am 25. Sept. die Gehege, Gebüsche und Heken abraupen und sammelte die sichtbaren Nester des gemeinen, Goldafter (Phalaena Chrysorrhoea) genannten Nachtvogels. In drei Wochen beiläufig hatte er so viel beisammen, daß er 16 große Säke damit anfüllen konnte, wovon jeder 1500 Wikelblattnester enthielt. Hr. Chasseriau hatte die Geduld, diese Nester zu zerlegen, in welche das Schmetterlingsweibchen seine Eier absezt und erhielt folgende Resultate:

1) Ein Nest von einer Eiche vorsichtig ausgenommen, gab 490 Raupen
2) Ulme – 310 –
3) einem Weißdornstrauch 295 –
4) Brombeerstrauch 100 –

Nimmt man im Durchschnitt 300 Eier für das Nest an, so erhält man, wenn man die 1500 Nester jedes Saks mit 300 multiplicirt, 450,000 Eier; nun waren es aber 16 Säke, also macht die Summe der in drei Wochen vertilgten Eier 7,200,000 aus.

Hr. Chasseriau hält es für besser, die Abraupung sogleich nach dem Abfall der Blätter vorzunehmen, als sie, wie es das französische Gesez vorschreibt, auf den Februar zu versparen. (Echo du monde savant, 1843, No. 14.)

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