Titel: Darstellung des Palladiums aus dem Goldsand in Brasilien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 88, Nr. XIX./Miszelle 5 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj088/mi088019_5
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Darstellung des Palladiums aus dem Goldsand in Brasilien.

H. W. J. Cock theilte der Chemical Society in London hierüber Folgendes mit. Der Goldsand wird in Brasilien zuerst mit Silber geschmolzen und gekörnt. Es wird hierauf die Scheidung mittelst Salpetersäure vorgenommen, welche alle mit dem Gold legirten Metalle auflöst und das Gold rein zurükläßt. Das Silber wird nun zunächst aus seiner Lösung in Salpetersäure mittelst Kochsalz als Chlorsilber niedergeschlagen und hierauf erst das Palladium mit anderen Metallen durch Zink als ein schwarzes Pulver gefällt. Dieses Pulver wird wieder in Salpetersäure aufgelöst und dann Ammoniak in Ueberschuß zugesezt, welches alle Metalle als Oxyde fällt, das Palladium und Kupfer aber wieder auflöst. Leztere ammoniakalische Lösung wird mit Salzsäure in Ueberschuß versezt, wodurch sich ein gelbes krystallinisches Pulver, das Doppelchlorid von Palladium und Ammoniak in Menge niederschlägt, während das Kupferoxyd aufgelöst bleibt. Durch Ausglühen dieses Doppelsalzes wird das reine Palladium in porösem Zustand erhalten. (Chemical Gazette 1843, No. 7.)

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