Titel: Anwendung des Holzes der Maclura aurantiaca in der Färberei und Kunsttischlerei.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 88, Nr. XXXVIII./Miszelle 11 (S. 159–160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj088/mi088038_11

Anwendung des Holzes der Maclura aurantiaca in der Färberei und Kunsttischlerei.

Dieser Baum war bisher nur auf botanische Garten beschrankt; derselbe zeichnet sich durch die Härte, Dauerhaftigkeit und Schönheit seines Holzes aus; dasselbe hat auch die Eigenschaft, den Zeugen eine schöne Nankinfarbe zu geben, welche dem Seifenwasser widersteht und durch das Laugen sich erhöht und schöner wird. Beim Färben damit wird folgendermaßen verfahren. Man kocht in Kalkwasser, welches ein Fünftheil Potasche enthält, eine hinreichende Quantität Macluraspäne; in das dunkelgelbe kochende Bad taucht man den Zeug, bis er Gummigutt-Farbe angenommen hat, ringt ihn aus und taucht ihn in Wasser, welches ein Dreißigstel Zinnsalz (Zinnchlorür) enthält, wodurch er eine schwefelgelbe Farbe annimmt; wascht ihn dann in reinem Wasser aus und seift ihn stark. Durch leztere Operation wird aller gelbe Farbstoff aufgelöst und nur die Nankinfarbe auf dem Zeuge zurükgelassen; vor dem Eintauchen in den Holzabsud ist es gut, den Zeug mit essigsaurer Thonerde zu beizen. – Das Macluraholz würde ferner ein neues Material für die Kunsttischlerei und eingelegte Arbeiten liefern; es bietet sehr mannichfaltige Farbennüancen und sehr warme Töne von Dunkelkastanienbraun bis zum Zeisiggelben mit atlaßartigen Reflexen dar. Die Farbe dieses Holzes ist sehr dauerhaft und schießt nicht an der Luft; fährt man über dasselbe vor der lezten Politur mit einer Potaschelösung, so erhält man sehr hübsche |160| crangefarbige Reflexe. Es ist feinkörnig und dicht und läßt sich daher schön poliren; ferner hart und elastisch, wodurch es zur Verfertigung gewisser Möbeltheile sich besonders eignet. (Echo du monde avant 1843, No. 24.)

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