Titel: Orientalische Schminke.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 88, Nr. LXI./Miszelle 12 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj088/mi088061_12

Orientalische Schminke.

Nach Dr. Oppenheim bedienen sich die vornehmen türkischen Frauen folgenden Mittels, um auf ihren Wangen und Lippen eine liebliche Röthe hervorzurufen, die mehrere Tage dauert, ohne zu verschwinden. Fein gepulverte Veilchenwurzel (Rad. Irid. Florent) wird mit kaltem Wasser übergossen und bei gewöhnlicher Lufttemperatur ausgezogen. Das rükständige Pulver sammelt man dann auf Leinwand, preßt es aus und wiederholt das Ausziehen desselben mit kaltem Wasser noch ein paarmal. Das aus dem Wasser sich absezende Pulver wird bei gelinder Wärme getroknet und in Gläsern aufbewahrt. Will man schminken, so nimmt man ein wenig von dem Pulver zwischen zwei Finger, legt es auf die Wange und reibt es einige Minuten lang mit der flachen Hand ein, wobei ein leichtes Brennen und eine allmähliche, aber andauernde Röthe der Haut erfolgt. Man weiß, daß die florentiner Veilchenwurzel ätherisches Oehl, nebst Stearopten und eine öhlig-harzige Substanz, die sich durch einen brennend scharfen Geschmak zu erkennen gibt, mit einer großen Menge Stärkmehl verbunden, enthält. (Allgem. Wiener polyt. Journal, 1843, Nr. 9.)

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