Titel: Gediegenes Gold vom Ural.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 88, Nr. LXI./Miszelle 4 (S. 235–236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj088/mi088061_4

Gediegenes Gold vom Ural.

Die größte Masse des natürlichen gediegenen Goldes, welche man bisher am Ural gefunden hatte, betrug 10 Kilogr.; die am 7. Nov. 1842 gefundene Masse wiegt fast viermal so viel, nämlich 36 Kilogr.

Unter den goldführenden Alluvionen von Miask in dem südlichen Theile des Urals, am asiatischen Abhange, haben die Minen von Zarevo-Nicolaefsk und von Zarevo-Alexandrowsk schon mehr als 6500 Kilogr. Gold geliefert. In dieser Alluvion fand man im J. 1826 die große Stufe von 10 Kil. und mehrere andere von 4 und 6 1/2 Kilogr. wurden einige Zolle unter dem Rasen aufgefunden. Seit 1837 schienen die Minen von Nicolaefsk und Alexandrowsk erschöpft und man suchte neue Fundorte in der Nachbarschaft, besonders längs des Baches Tachkou-Targanka. In diesen sumpfigen Ebenen reussirte man sehr gut und schon zu Anfang 1842 war das ganze Thal durchsucht, mit Ausnahme des einzigen Ortes, welcher durch die Gold-Waschwerke eingenommen war. Während des Sommers 1842 beschloß man, diese Werke zu zerstören; man fand darunter einen Sand von unermeßlichem Reichthume und endlich in einer Eke des Werkes selbst in einer |236| Tiefe von 3 Metern die ungeheure Stufe von 36 Kilogr. Dieselbe befindet sich jezt in der Petersburger Sammlung.

Die Goldausbeute in Rußland ist so enorm, daß sie im Jahre 1842 bis auf 16000 Kilogr. stieg, wovon Sibirien allein, im Osten des Ural, über 7800 Kil. lieferte. (Comptes rendus, 1843 No. 2.)

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