Titel: Schöne Bronze. Von J. Eisler.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 88, Nr. LXXIX./Miszelle 5 (S. 320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj088/mi088079_5

Schöne Bronze. Von J. Eisler.

Warum wird wohl von der aus 16 Theilen Kupfer und 1 Th. Zinn bestehenden Metallcomposition zu den vielen Zweken, wo man Kupfer und Messing anwendet, bisher so wenig Gebrauch gemacht? Ich würde meinen, daß sie für manchen Fall dem Kupfer und Messing weit vorzuziehen seyn möchte.

Dieses Metallgemisch hat 1) eine gewissen Goldlegirungen ähnliche Farbe; 2) läßt es sich sogleich vom Gusse weg gut und lange hämmern und streken; 3) zeigt es sich sehr geschmeidig und dehnbar, 4) ist es nicht nur härter und elastischer als Kupfer, sondern selbst als Messing und fast so hart als Schmiedeeisen; 5) es fließt leichter und dünner als Messing, so daß man Kupfer sehr gut damit löthen kann, und es ist vielleicht ein besseres Hartloth für Kupfer, als das bisher gebräuchliche aus Messing und Zink. Leztere Eigenschaft wäre aber dennoch zugleich eine Unbequemlichkeit bei Verarbeitung dieses Metalls; man möchte vielleicht kein wohlfeiles Hartloth für dasselbe haben, was dessen Anwendung auf Fälle und Gegenstände beschranken würde, die nicht hart gelöthet werden. Außer diesem jedoch würden sich Spengler- und Kupferschmiedarbeiten, Kessel, Töpfe u.s.w. aus diesem Metall, von geringer Stärke, besser in Form halten, als aus Kupfer und Messing, und nicht sobald bukelig und beulig werden; zu Reibekesseln, Pauken u.s.w. möchte es aber gewiß Vorzüge vor Kupfer haben. (Allgem. Anz. der Deutschen, 1843, S. 935.)

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