Titel: Künstliche Schleifsteine für Sicheln und Sensen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 88, Nr. C./Miszelle 6 (S. 398–399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj088/mi088100_6

Künstliche Schleifsteine für Sicheln und Sensen.

In Frankreich werden seit einiger Zeit künstliche Steine zum Schleifen der Sensen und Sicheln verfertigt, über welche von den Landwirthen die günstigsten Berichte einlaufen; dieselben sehen in Bälde einer allgemeinen Verbreitung entgegen und verdienen den Vorzug vor den gewöhnlichen Schleifsteinen. In einem dieser Berichte wird gesagt, daß die Arbeit mit diesen Steinen um ein Viertel schneller vor sich geht und man bei derselben weniger ermüde. Die Sensen sollen durch sie eine solche Schneide erhalten, daß man ihren Durchgang durch die |399| Pflanzen beinahe gar nicht fühle; sie müssen aber wenigstens alle zwei Tage wieder gedengelt werden. Mit dem mäßigen Preise (man bekommt ein Stük für 50 Cent, bei Hrn. Bossin, Samen-, Blumen- und Obstbaumhändler, quai aux fleurs, No. 5, in Paris) verbinden sie den Vorzug, daß sie, da ihre Masse künstlich bereitet ist, von gleichartigem Korn und unfehlbar gut sind, während man nicht leicht einen gewöhnlichen Stein findet, der nicht entweder zu weich oder zu hart ist, so daß ein guter als ein wahrer Fund zu betrachten ist. Die Anwendung dieser Steine vermindert sehr die Ermüdung der Arme des Mähers, für den eine kleine Erleichterung seiner mühsamen Arbeit schon eine große Wohlthat ist. (Echo du monde savant, 1843, No. 38, S. 904.)

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