Titel: Reinigung der Fässer von Schimmel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 89, Nr. XL./Miszelle 11 (S. 159–160)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj089/mi089040_11

Reinigung der Fässer von Schimmel.

Es ist bekannt, wie schwer es halb, schimmlich gewordene hölzerne Gefäße, namentlich Fässer, wieder so vollständig zu reinigen, daß sie den hineingegossenen Flüssigkeiten keinen Schimmelgeruch mittheilen, wodurch selbst der allerbeste Wein ungenießbar wird. Verschiedene Mittel werden angewendet, um so schimmlich gewordene Gefäße zu reinigen, wie Kalilauge, Kalklauge, Branntwein, ja sogar Chlor, aber es hält schwer, den Zwek vollständig zu erreichen.

Folgendes von Hrn. Rudolph Hünerwadel in Lenzburg mitgetheilte Verfahren liefert aber ein ganz befriedigendes Resultat. Man läßt das schimmliche Faß ganz austroknen und gießt so viel concentrirte Schwefelsäure hinein, daß durchs Umrollen des Fasses alle Stellen im Inwendigen desselben von der Säure benezt werden. Nach einer viertel oder halben Stunde wird das Faß mit Wasser gut ausgewaschen und aller schimmliche Geruch hat sich verloren. Uebrigens richtet sich die Menge der Säure und die Länge der Zeit, während welcher man dieselbe wirken läßt, nach dem Grad des Schimmels im Faß. Ganz große Fässer, die sich nicht rollen lassen, müssen aus einander geschlagen, und die Dauben und Böden sorgfältig mit der Säure angestrichen werden. Auf gleiche Weise können Sauerkrautkufen, die manchmal unausstehlich übel riechen, gereinigt werden, |160| nur müssen sie vor der Reinigung sorgfältig getroknet seyn, damit die Schwefelsäure nicht durch die Feuchtigkeit verdünnt wird. (Schweiz. Gewerbeblatt.)

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