Titel: Ueber Brodbäkerei.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 89, Nr. XL./Miszelle 9 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj089/mi089040_9
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Ueber Brodbäkerei.

Ein Bäker in Belgien, Hr. James, hat in Folge der Wahrnehmung, daß bei der gewöhnlichen Teigbereitung das Wasser weder gleichmäßig, noch genügend mit dem Mehl vermischt wird, um darin zurükgehalten zu werden, und daß deßhalb seine Verdünstung beim Baken stärker als erforderlich und nicht gleichförmig vor sich geht, wodurch ein festes und schwer verdauliches Brod erzeugt wird, folgendes Verfahren zur Abhülfe dieses Uebelstandes erfunden.

Auf einen Sak Mehl von 140 Kilogr. (280 Pfd.) nehme man 5 Kilogr. feinstes Mehl und lasse diese in 49 Liter (38 Pfd.) Wasser zergehen, füge dann 52–57 Liter Wasser hinzu, welches beiläufig ¼ Stunde auf einem Ofen siedend erhalten worden seyn muß, und rühre es fortwährend um, bis die Mischung vollständig ist. Nachdem die Masse die Consistenz einer dünnen Stärke angenommen, lasse man sie durch ein Sieb gehen, und wenn ihre Temperatur auf 17° R. gefallen ist, vermische man sie mit dem Mehl im Baktroge, indem man das Wasser wie beim alten Verfahren hinzuthut. Das Kneten geschieht wie gewöhnlich und nur etwas mehr Salz ist noch hinzuzufügen, etwa 360 Gramme (circa 24 Loth) auf das oben angegebene Quantum.

Der Erfinder versichert, daß sein Brod nicht allein von einer weit schöneren Qualität sey, sondern daß man auch ein größeres Quantum dadurch erziele, als nach dem alten Verfahren. (Berliner Gewerb- und Industrieblatt 1843, Nr. 25.)

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