Titel: Neue Methode anatomische Präparate zu conserviren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 89, Nr. LX./Miszelle 11 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj089/mi089060_11

Neue Methode anatomische Präparate zu conserviren.

Das von G. Segato erfundene Mittel, animalischen Substanzen die Festigkeit des Steins zu ertheilen, ging mit ihm als Geheimniß in das Grab. Der seitdem als fäulnißwidriges Mittel empfohlene Queksilbersublimat verbindet mit dieser Eigenschaft nicht die des Versteinerns. Abbé Baldacconi versuchte zu diesem Zwek die Verbindung des Salmiaks mit demselben Queksilbersalz, oder das sogenannte Alembrothsalz. Die in die Lösung dieses Doppelsalzes gebrachten Körper schwammen zuerst auf der Oberfläche desselben, sanken aber immer tiefer, bis sie nach einigen Tagen ganz auf den Boden kamen. In diesem gesättigten Zustande herausgenommen, zeigten sie sich steinhart, so daß man sie schleifen konnte, daß sie dem Hammer widerstunden und ein 5–6mal größeres specifisches Gewicht hatten als das Wasser, auch beim Anstoßen einen metallenen Klang gaben. Merkwürdig ist, daß die so behandelten Körper ihre natürliche Farbe beibehielten und sich seit sechs Jahren ohne besondere Sorgfalt bei ihrer Aufbewahrung so erhielten. Das Museum zu Paris besizt viele solche Präparate, unter welchen sich Thiere mit weichen, gallertartigen Körpern befinden, welche auf andere Weise sehr schwer zu präpariren sind. (Echo du monde savant 1843, No. 36.)

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