Titel: Aechte Stempelfarben für die chemische Bleiche etc.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 89, Nr. LX./Miszelle 9 (S. 238)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj089/mi089060_9

Aechte Stempelfarben für die chemische Bleiche etc.

Die Zusammensezung dieser Farbe, welche gegen verdünnte Schwefelsäure, Chlorkalk, verdünnte Salzsäure, Kali und schwache Salpetersäure als ächt sich bewährt, ist folgende:

Man mischt1 Theil feinen Zinnober, am besten auf nassem Wege bereiteten, mit ⅛ Theil gemeinen Eisenvitriol und reibt beide Substanzen mit Leinöhlfirniß zusammen, so daß sie eine dike Farbe bilden, welche nun auf bekannte Weise durch Stempelballen und in Holz oder Metall geschnittene Stempel auf die Waare aufgedrukt wird. Vermittelst dieser Farbe lassen sich die Stoffe, welche die sogenannte Fix- oder chemische Bleiche aushalten sollen, zeichnen, ohne daß die Farbe durch die Bleichoperationen ausgeht; eben so kann dieselbe Mischung in Anwendung gebracht werden, um das Leinenzeug in öffentlichen Anstalten auf eine dauerhafte und nicht kostspielige Weise zu zeichnen, wie etwa mit der sogenannten chemischen Tinte, welche bekanntlich aus salpetersaurer Silberoxydlösung und kohlensaurem Natron besteht. — Es versteht sich wohl von selbst, daß man erst die rothe Leinöhl-Eisen-Zinnoberfarbe völlig auf den Zeugen troken werden lassen muß, ehe die Zeuge den Bleich- oder Waschoperationen unterworfen werden — um einen günstigen Erfolg erwarten zu können. Dr. Elsner. (Berliner Gewerbe-, Industrie- und Handelsbl. 1843, 8ter Bd. Nr. 3.)

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