Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Neues Injectionsmittel für anatomische Präparate.Dr. Lenoir und H. Barreswill benuzten zu einem neuen Injections-Verfahren die von Boudet beobachtete Eigenschaft der Oehlsäure bei der Behandlung mit salpetriger Säure zu erhärten. Da dieses Festwerden nicht sogleich eintritt, hat man volle Zeit, die Injection zu vollenden, ohne besonderer Sprizen zu bedürfen und vorzüglich, ohne Wärme anzuwenden. Der Oehlsäure wird ein Procent salpetriger Säure zugesezt und die Mischung 10 Minuten lang stark geschüttelt, worauf sie sich zur Injection eignet. — Ein einziges Hinderniß ist bis jezt Schuld, daß dieses neue Mittel noch nicht in anatomischen Amphitheatern an die Stelle des bisherigen (des Talgs, Unschlitts) eingeführt wurde; es ist dieß die Schwierigkeit, diese Mischung roth zu färben; die mineralischen und vegetabilischen Substanzen nämlich, welche man bisher zu diesem Zwek versuchte, verändern sich und werden schwarz. Man erhielt erst zwei Färbungen, die gelbe, der Oehlsäure eigene, und die schwarze durch Knochenkohle. (Journal de Pharcie, Jun. 1843, S. 451.) |
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