Dieses Projekt wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und präsentiert von der Sächsischen Landesbibliothek — Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Humboldt-Universität zu Berlin.
Sonden und Bougies aus unzerstörbarer Elfenbein-Gallerte.Dr. Cazenave und Faure theilen zur Bereitung derselben folgendes Verfahren mit. — Man stellt die elfenbeinernen Sonden und Bougies in ein längliches Glasgefäß, welches man mit verdünnter Salzsäure von 3° Baumé füllt, so daß das Instrument beinahe bis an sein als Handgriff dienendes oberes Ende einsinkt. 24 Stunden genügen, um aus den Nummern 1, 2, 3 und 4 die darin enthaltenen Kalksalze vollständig aufzulösen, nur muß das untere Ende der Sonden etc. noch weitere 12 Stunden in ein frisches Säurebad gestellt werden, weil das gebildete Chlorcalcium den untern Theil des Bads einnimmt und die von diesem Salze schon gesättigte Säure bei weitem nicht so stark auf das Elfenbein einwirkt, als anderwärts. Die Sonden etc. von Nr. 5 bis 12 aber müssen 48 bis 72 Stunden, je nachdem sie mehr oder weniger dik sind, in der verdünnten Säure stehen. Ist das Gallertgewebe dieser Instrumente ganz bloßgelegt und sind sie ganz biegsam, so handelt es sich darum, sie zu conserviren. Zu diesem Behufe troknet man sie sorgfältig ab und taucht sie in eine aus salzsaurem Kalk, salzsaurer Magnesia, Salmiak und Kochsalz bestehende neutrale Salzauflölung, welche man aus gleichen Theilen dieser Salze und in solchem Verhältniß bereitet, daß die Lösung 4° Baumé zeigt. Die kleinen Sonden läßt man 48 Stunden, die mittlern und großen, je nach ihrer Dike 3–5 Tage in diesem neuen Bade stehen. Nach dieser lezten Operation troknet man die Instrumente sorgfältig ab, sezt sie 24 Stunden lang der Luft aus, wäscht sie in kaltem Wasser aus und legt sie noch 10–12 Stunden an die Luft, worauf sie fertig sind. (Journ. de Chimie médic. Juillet 1843. S. 426.) |
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