Titel: Ueber Bereitung des flüssigen Chlorkalks.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 89, Nr. CXXV./Miszelle 3 (S. 465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj089/mi089125_3

Ueber Bereitung des flüssigen Chlorkalks.

Bei dem Einstreichen des Chlorgases in die Kalkmilch durch bleierne Röhren ist seit lange eine Sauerstoffentwikelung wahrgenommen worden; diese Erscheinung, unvermeidlich bei der gewöhnlichen Einrichtung der Chlor-Entwikelungsapparate, ist für den Fabrikanten insofern wichtig, als dadurch ein dem entwikelten Sauerstoff entsprechendes Aequivalent Chlor verloren geht. Es kann selbst ein durch verminderte Wärme bewirkter langsamerer Gang der Operation den erwähnten Verlust nicht aufheben. Aber dessen ungeachtet läßt sich die Sauerstoffentwikelung und somit der Chlorverlust vermeiden.

Man vertausche zu diesem Zwek die bleiernen Röhren, welche in die Chlorkalklösung tauchen, mit gläsernen oder thönernen und vermeide dadurch die Berührung des aufgelösten Chlorpräparates mit den Metallen. Die Oxyde, mit denen die Oberfläche der Metalle gewöhnlich überzogen ist, bedingen nämlich eine Contactwirkung und lassen namentlich bei der Chlorkalklösung einen Theil derselben in Chlorcalcium und Sauerstoff zerfallen. Dr. Kunheim. (Berliner Gewerbe-, Industrie- und Handelsblatt.)

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