Titel: Ueber den Zuker von Eucalyptus.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1843, Band 89, Nr. CXXV./Miszelle 9 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj089/mi089125_9
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Ueber den Zuker von Eucalyptus.

In Van-Diemens-Land fällt eine Art Zuker oder Manna in Tropfen oder runden undurchsichtigen Thränen von mehreren Eucalyptus-Arten und wird in bedeutender Menge gesammelt; doch ist es noch zweifelhaft, ob sie eine natürliche Ausschwizung der Bäume ist, oder, wie die verschiedenen Arten von Honigthau bei uns, von dem Stich von Insecten herrührt.69) Diese Manna ist weich, blaßgelb, undurchsichtig, nicht so füß wie Rohrzuker oder gewöhnliche Manna und bildet kleine, runde, wenig zusammenhängende Massen. Aether zieht nur eine sehr kleine Menge Wachs aus, Alkohol hinterläßt nur eine kleine Menge Gummi, während Wasser sie vollständig auflöst. Die Auflösung in Wasser krystallisirt, wenn man sie abdampft, in sehr kleinen strahligen Prismen und prismatischen Nadeln, welche runde Massen von krystallinischer Structur bilden. Aus der Auflösung in Alkohol krystallisirt, hat dieser Zuker die Zusammensezung des Traubenzukers; in seinem Aussehen aber, in seinem Verhalten zum Alkohol und zur Wärme, namentlich in seinem Wasserverlust bei verschiedenen Temperaturgraden, ist er von ihm verschieden. Sehr viel Aehnlichkeit hat dieser Zuker mit dem Mannit (Mannazuker), doch ist er in siedendem Alkohol leichter löslich als dieser; mit Aezbaryt gibt der Eucalyptus-Zuker einen hellbräunlichen Niederschlag; mit einer Lösung von dreifachessigsaurem Ammoniakblei einen weißen. (J. W. Johnston im Philosophical Magazine, Jul. 1843, S. 14.)

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Nach Mudie ist ersteres der Fall, siehe Buchner's Repert. f. d. Ph. ält. Reihe Bd. XLV. S. 141.

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