Titel: Anwendung von Brod als Pferdefutter.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 91, Nr. XXII./Miszelle 7 (S. 85–86)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj091/mi091022_8

Anwendung von Brod als Pferdefutter.

In Jahren, wo das Heu theuer ist, ist es gut, dem Mangel desselben durch ein anderes Nahrungsmittel abzuhelfen, welches Wohlfeilheit mit denselben Vortheilen verbindet. Hr. Dailly, Postmeister zu Paris, welcher 600 Pferde zu |86| unterhalten hat, gewinnt dabei jährlich gegen die gewöhnliche Fütterungsmethode 10,000 Fr. oder täglich an jedem Pferde 5 Cent. Er gibt ihnen nämlich in der Regel:

Hafer 15 Liter
Heu 5 Pfd.
Stroh 3 Pfd.

Das Brod, welches er, wie zu vermuthen, aus Hülsenfrüchten und Kartoffelmehl bereiten läßt, kostet per Kilogr. 10 Cent. 3 Pfd. ersezen an Heu 5 Pfd. Kostet das Heu 10 Cent. per Kilogr., so erspart er 10 Cent. per Pferd; es gibt aber Jahre, wo es 15 Cent. kostet.

Es ist notorisch, daß der wie der Reis gekochte und aufgesprungene Roggen um das Dreifache an Volum zunimmt und 3 Liter Roggen ein Pferd eben so gut ernähren, als 4 Pfd. Heu. Es ist daher leicht zu berechnen, wie hoch auf diese Weise ein Brod käme und man würde dabei seine Rechnung finden. (Recueil de la Soc. polytechn. Sept. 1843. S. 239.)

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