Titel: Anwendung des Filztuchs bei Dampfmaschinen und Locomotiven.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 91, Nr. XLI./Miszelle 2 (S. 166)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj091/mi091041_2

Anwendung des Filztuchs bei Dampfmaschinen und Locomotiven.

Bei Dampfmaschinen ist der Wärmeverlust durch die Oberflächen der Dampfkessel und Cylinder sehr bedeutend. Man hat mehrere Mittel versucht, denselben möglichst zu reduciren. Dasjenige, welches die besten Resultate gehabt zu haben scheint, ist die Anwendung des Filzes. In der neuen Fabrik von Stehelin zu Bitschweiler hat man einen Filzstoff mit vier über einander liegenden Schichten verfertigt, welcher allen Erwartungen entsprochen hat. Bei Locomotiven hüllt man mit demselben Dampfkessel, Feuerkasten und Cylinder ein. Ueber die Filzhülle legt man noch einen hölzernen Mantel. Diese Anordnung ist bei mehreren Eisenbahnen mit sehr günstigem Erfolge eingeführt worden.

Auch bei Schiffsdampfmaschinen hat das Filztuch Anwendung gefunden; hier mußte man aber anders zu Werke gehen. Da man den Filz nicht unmittelbar über das Eisenblech legen konnte, so umgab man die Dampfkessel mit einem sehr leichten eisernen Mantel, und über diesen Mantel legte man das Filztuch. Auf diese Weise bildete sich nothwendig zwischen dem Dampfkessel und dem Mantel eine warme Lufthülle.

Obgleich bei stationären Dampfmaschinen die Dampfkessel eingemauert sind und die Oberfläche der Cylinder nicht bedeutend ist, so hat sich doch herausgestellt, daß auch bei ihnen durch die Anwendung des Filzes in dem bezeichneten Sinne der Wärmeverlust bedeutend vermindert werden könnte. (Moniteur industriel, 26. Okt. 1843.)

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