Titel: Neue Art Flintenläufe zu verfertigen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1844, Band 91, Nr. XLI./Miszelle 3 (S. 166–167)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj091/mi091041_3

Neue Art Flintenläufe zu verfertigen.

Wir erwähnten im polytechn. Journal Bd. XC S. 319 der von den HHrn. Renette und Gastine auf eine neue Art verfertigten Flintenläufe und ihrer Kraft. In Folge des dadurch unter den Concurrenten erzeugten Wetteifers erreichte vorzüglich Hr. Leopold Bernard (zu Paris) sehr schöne Resultate; seine einfachen Läufe nämlich von 72 Cent. Länge und 870 Gram. Gewicht, hielten, nacheinander mit 11, 22, 33, 44 und 50 Grammen Pulver und 62, 124, 186, 248 und 281 Grammen Blei geladen, also mit doppelten, vierfachen, sechsfachen, achtfachen und zehnfachen Ladungen, diese starken Proben aus, ohne zu bersten und wurden davon nur etwa um einen Millimeter aufgetrieben. Vorzüglich zu erwähnen ist ein an der Pulverkammer achtkantiger Lauf von 900 Gram. Gewicht, 72 Centim. Länge und einem Kaliber von 17 Millimeter (s. g. 18 Kaliber). Dieser Lauf wurde nacheinander mit 39, 44, 50 Grammen Pulver und 218, 250 und 281 Grammen Blei geladen und hielt sogar die starke Probe von 55 Gram. Pulver und 300 Gram. Blei aus, ohne zu bersten. Man wird sich hinsichtlich der Unfälle mit Jagdgewehren in Zukunft beruhigen, wenn man erfährt, daß |167| Bernard'sche Doppelläufe von 1,750 Kilogr. erst bei Ladungen von 33 bis 44 Gram. Pulver und 186 und 248 Gram. Blei, also acht- und zehnfachen Ladungen nachgaben, wobei der Bruch aber auch nur in einem Zerreißen der Seitenwand, ohne Umherwerfen der Theile, bestand. — Die Verfertigung dieser Läufe besteht darin, 2 Metallbänder schraubenförmig übereinander in entgegengesezter Richtung zu rollen und die Läufe auf der Drehbank und nicht mit der Feile auszuarbeiten, wobei man der Gleichheit der Dike versichert ist. (Comptes rendus, 1843, 2tes Semester, Nr. 23.)

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